Zurück zum Blog

Wie man Proxys auf WebRTC-Lecks überprüft und die echte IP schützt: Ein Leitfaden für Arbitrageure

WebRTC kann Ihre echte IP-Adresse auch bei der Verwendung eines Proxys offenbaren. Erfahren Sie, wie Sie den Schutz überprüfen und den Anti-Detect-Browser richtig konfigurieren.

📅20. Februar 2026
```html

WebRTC ist eine Technologie, die es Browsern ermöglicht, Daten direkt auszutauschen, ohne einen Proxy-Server zu verwenden. Das Problem ist, dass selbst wenn Sie einen Proxy verwenden, WebRTC Ihre echte IP-Adresse offenbaren kann. Für Arbitrageure, SMM-Spezialisten und alle, die mit Multi-Accounting bei Facebook Ads, Instagram oder TikTok arbeiten, ist dies eine kritische Bedrohung – ein Leck kann zur Sperrung aller verbundenen Konten führen.

In diesem Artikel werden wir untersuchen, was WebRTC-Lecks sind, wie man sie in 30 Sekunden überprüft und wie man den Schutz in Antidetect-Browsern wie Dolphin Anty, AdsPower und anderen beliebten Tools richtig konfiguriert.

Was ist WebRTC und warum ist es gefährlich für Multi-Accounting

WebRTC (Web Real-Time Communication) ist eine Technologie, die in moderne Browser (Chrome, Firefox, Edge, Opera) integriert ist und es Websites ermöglicht, eine direkte Verbindung zwischen Benutzern für Videoanrufe, Sprachkommunikation und Dateiaustausch herzustellen. Das klingt nützlich, aber es gibt ein kritisches Problem für diejenigen, die mit Proxys arbeiten.

WebRTC erstellt eine direkte Peer-to-Peer-Verbindung, die den Proxy-Server umgeht. Um diese Verbindung herzustellen, sammelt der Browser Informationen über alle verfügbaren Netzwerk-Interfaces – einschließlich Ihrer echten lokalen IP-Adresse und der öffentlichen IP, die Sie hinter dem Proxy zu verbergen versuchen. Diese Daten werden über spezielle STUN-Server übertragen, und jede Website kann über JavaScript darauf zugreifen.

Warum ist das gefährlich für Arbitrageure: Facebook, Google, TikTok und andere Werbeplattformen nutzen aktiv WebRTC für Fingerprinting. Selbst wenn Sie unterschiedliche Proxys für jedes Konto verwenden, kann ein Leck Ihrer echten IP über WebRTC alle Konten miteinander verknüpfen. Das Ergebnis ist ein Chain-Ban, bei dem alle verbundenen Profile gleichzeitig gesperrt werden.

Für SMM-Spezialisten, die Dutzende von Kundenkonten in Instagram oder TikTok verwalten, kann ein WebRTC-Leck den Verlust aller Konten auf einmal bedeuten. Die Plattformen sehen, dass von verschiedenen "Geräten" (Profilen im Antidetect-Browser) Anfragen von einer echten IP-Adresse kommen – ein eindeutiges Zeichen für Multi-Accounting.

Wie kommt es zu einem IP-Leck über WebRTC

Lassen Sie uns die technische Seite des Prozesses betrachten, um zu verstehen, womit wir es zu tun haben. Wenn Sie eine Website über einen Browser mit aktiviertem WebRTC besuchen, passiert Folgendes:

  1. Der Browser sammelt ICE-Kandidaten – das ist eine Liste aller möglichen Wege zur Herstellung der Verbindung. In diese Liste gelangen: Ihre lokale IP (z.B. 192.168.1.100), die IP des Proxy-Servers und Ihre echte öffentliche IP.
  2. Die Daten werden an den STUN-Server gesendet – ein öffentlicher Server von Google (stun.l.google.com) oder ein anderer Anbieter. Der STUN-Server gibt Informationen über Ihre öffentliche IP-Adresse zurück.
  3. JavaScript auf der Website hat Zugriff auf diese Daten – über die RTCPeerConnection-API kann die Website alle gesammelten IP-Adressen lesen, einschließlich Ihrer echten.
  4. Die Daten werden an die Plattform übermittelt – Facebook, Google und andere Dienste speichern diese Informationen und verwenden sie zur Verknüpfung von Konten.

Ein wichtiger Punkt: Dies geschieht automatisch, ohne Ihr Zutun. Sie müssen keinen Videoanruf tätigen oder WebRTC-Funktionen verwenden – es reicht aus, einfach eine Seite im Browser zu öffnen. Viele Werbeplattformen integrieren WebRTC-Überprüfungen direkt in den Code der Anmeldeseite.

Beispiel für ein echtes Leck:

Ein Arbitrageur verwendet residential Proxys für das Farming von Facebook Ads-Konten. Für jedes Konto – eine separate IP aus den USA. Aber WebRTC offenbart die echte IP aus Russland. Facebook sieht, dass 10 verschiedene "amerikanische Benutzer" tatsächlich von einer russischen IP arbeiten – alle Konten werden gleichzeitig gesperrt.

Wie man Proxys auf WebRTC-Lecks überprüft: 3 Methoden

Bevor Sie Werbekampagnen starten oder mit Kundenkonten arbeiten, überprüfen Sie unbedingt den Schutz vor WebRTC-Lecks. Hier sind drei bewährte Methoden, von der einfachsten bis zur fortgeschrittenen.

Methode 1: BrowserLeaks.com – schnelle Überprüfung in 30 Sekunden

Dies ist die beliebteste und einfachste Methode zur Überprüfung. BrowserLeaks ist ein spezialisierter Dienst zur Testung der Anonymität des Browsers.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Öffnen Sie ein Profil im Antidetect-Browser (Dolphin Anty, AdsPower, GoLogin oder einem anderen) mit konfiguriertem Proxy.
  2. Gehen Sie zu browserleaks.com/webrtc
  3. Warten Sie, bis der Test abgeschlossen ist (5-10 Sekunden).
  4. Überprüfen Sie den Abschnitt "Your IP addresses" – dort sollte NUR die IP Ihres Proxy-Servers angezeigt werden.

Was in den Ergebnissen zu beachten ist:

  • Öffentliche IP-Adresse – sollte mit der IP Ihres Proxys übereinstimmen. Wenn hier Ihre echte IP angezeigt wird, gibt es ein Leck.
  • Lokale IP-Adresse – hier können lokale Adressen wie 192.168.x.x oder 10.x.x.x angezeigt werden. Das ist normal, solche Adressen offenbaren Ihre Identität nicht.
  • IPv6-Adresse – wenn Sie IPv6 aktiviert haben, kann dies die echte Adresse offenbaren. Es ist besser, IPv6 in den Profileinstellungen zu deaktivieren.

Kritischer Fehler: Wenn im Abschnitt "Öffentliche IP-Adresse" zwei IP-Adressen (Proxy-IP und Ihre echte IP) angezeigt werden – der Schutz vor WebRTC funktioniert nicht! Verwenden Sie dieses Profil nicht für die Arbeit mit Konten, bis Sie die Einstellungen korrigiert haben.

Methode 2: IPLeak.net – zusätzliche Überprüfung

IPLeak.net ist ein weiterer beliebter Dienst zur Überprüfung von Lecks. Er zeigt nicht nur WebRTC, sondern auch andere mögliche Quellen für IP-Lecks: DNS, Torrents, Flash.

So verwenden Sie es:

  1. Öffnen Sie ein Profil mit Proxy im Antidetect-Browser.
  2. Gehen Sie zu ipleak.net
  3. Sehen Sie sich den Abschnitt "Your IP addresses" oben auf der Seite an.
  4. Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt "WebRTC Detection" – hier werden alle IPs angezeigt, die WebRTC sieht.

Der Vorteil von IPLeak ist, dass er mehr Details anzeigt, einschließlich des Anbieters (ISP) für jede entdeckte IP. Dies hilft zu verstehen, welche IP leckt – die Proxy- oder Ihre echte.

Methode 3: Whoer.net – umfassende Anonymitätsüberprüfung

Whoer.net ist ein Dienst, der eine allgemeine Bewertung der Anonymität Ihres Browsers auf einer Skala von 0 bis 100% gibt. Er überprüft nicht nur WebRTC, sondern auch andere Parameter: User-Agent, Browsersprache, Zeitzone, Bildschirmauflösung, WebGL und vieles mehr.

So überprüfen Sie:

  1. Gehen Sie zu whoer.net über ein Profil mit Proxy.
  2. Warten Sie, bis die automatische Überprüfung abgeschlossen ist.
  3. Achten Sie auf die Zeile "WebRTC" – es sollte ein grünes Häkchen und der Hinweis "Disabled" oder die IP des Proxys angezeigt werden.
  4. Überprüfen Sie die allgemeine Anonymitätsbewertung – für die Arbeit mit Werbeplattformen sind 80%+ wünschenswert.

Whoer ist nützlich, da er andere mögliche Probleme mit der Profileinstellung zeigt. Zum Beispiel, wenn die Zeitzone nicht mit dem Land des Proxys übereinstimmt oder die Sprache des Browsers Ihre echte Location verrät – Facebook wird das bemerken.

Schutz vor WebRTC in Antidetect-Browsern einrichten

Alle modernen Antidetect-Browser verfügen über integrierte Schutzmechanismen gegen WebRTC-Lecks. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Schutzmodi gibt und nicht alle gleich effektiv für unterschiedliche Aufgaben sind.

Drei Schutzmodi für WebRTC: Welchen wählen

Modus Beschreibung Wann verwenden Risiken
Disabled (Deaktiviert) WebRTC ist im Browser vollständig deaktiviert Maximaler Schutz für Arbitrage und Konto-Farming Videoanrufe funktionieren nicht (Zoom, Google Meet). Einige Websites können deaktiviertes WebRTC erkennen
Altered (Verändert) WebRTC funktioniert, zeigt aber nur die IP des Proxys an Optimale Wahl für die meisten Aufgaben: SMM, E-Commerce, Werbung Minimale. Selten – fehlerhafte Videoanrufe
Real (Echt) WebRTC funktioniert ohne Änderungen, zeigt die echte IP an NICHT FÜR MULTI-ACCOUNTING VERWENDEN! Nur für persönliche Profile Hohes Risiko eines Lecks der echten IP und eines Chain-Bans

Empfehlung für verschiedene Aufgaben:

  • Facebook Ads, TikTok Ads Arbitrage: Modus "Disabled" oder "Altered". Wenn Sie mobile Proxys verwenden, wählen Sie "Altered" – es bietet maximale Natürlichkeit.
  • Instagram, TikTok SMM (massive Verwaltung): Modus "Altered". Eine vollständige Deaktivierung von WebRTC kann für soziale Netzwerke verdächtig erscheinen.
  • E-Commerce (Scraping von Wildberries, Ozon): Modus "Disabled" – Videoanrufe sind nicht erforderlich, maximaler Schutz ist wichtig.
  • Arbeiten mit Kunden über Zoom/Meet: Modus "Altered" – Videoanrufe funktionieren, aber über die IP des Proxys.

Schutz vor WebRTC in Dolphin Anty: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Dolphin Anty ist einer der beliebtesten Antidetect-Browser unter Arbitrageuren. Lassen Sie uns die detaillierte Einrichtung des Schutzes vor WebRTC für ein neues Profil durchgehen.

Erstellen eines Profils mit Schutz vor WebRTC

  1. Öffnen Sie Dolphin Anty und klicken Sie auf "Profil erstellen"
    Klicken Sie im Hauptfenster des Programms auf die blaue Schaltfläche "Profil erstellen" in der oberen rechten Ecke.
  2. Konfigurieren Sie die Basiseinstellungen des Profils
    Geben Sie den Namen des Profils an (z.B. "FB Ads USA 1"), wählen Sie das Betriebssystem (Windows/macOS) und die Bildschirmauflösung. Diese Parameter sollten mit dem Land Ihres Proxys übereinstimmen.
  3. Fügen Sie den Proxy-Server hinzu
    Gehen Sie zum Tab "Proxy". Wählen Sie den Proxy-Typ (HTTP/SOCKS5), geben Sie die Daten ein: IP, Port, Benutzername und Passwort. Klicken Sie auf "Proxy überprüfen", um die Verbindung zu testen. Dolphin zeigt das Land, die Stadt und den Anbieter des Proxys an.
  4. WebRTC einrichten (kritischer Schritt!)
    Gehen Sie zum Tab "Erweiterte Einstellungen" → Abschnitt "WebRTC". Hier sehen Sie drei Optionen:
    • Disabled – vollständige Deaktivierung von WebRTC
    • Altered – IP wird auf die des Proxys geändert
    • Real – ohne Schutz (nicht verwenden!)
    Für Facebook Ads wählen Sie "Altered" – dies ist das optimale Gleichgewicht zwischen Schutz und Natürlichkeit.
  5. Zusätzliche Einstellung: Deaktivieren Sie IPv6
    Finden Sie im selben Abschnitt "Erweiterte Einstellungen" die Option "IPv6" und setzen Sie den Wert auf "Disabled". IPv6 kann Ihre echte Adresse offenbaren, selbst wenn WebRTC korrekt konfiguriert ist.
  6. Profil speichern und starten
    Klicken Sie auf "Profil erstellen". Dolphin erstellt das Profil und wendet automatisch alle Einstellungen an. Starten Sie das Profil mit der Schaltfläche "Start".
  7. Überprüfen Sie den Schutz (unbedingt!)
    Öffnen Sie sofort nach dem Start des Profils browserleaks.com/webrtc und stellen Sie sicher, dass nur die IP des Proxys angezeigt wird. Wenn Sie Ihre echte IP sehen – kehren Sie zu den Einstellungen zurück und wählen Sie den Modus "Disabled".

Lifehack für Arbitrageure:

Erstellen Sie ein Testprofil im Modus "Altered" und eines im Modus "Disabled". Überprüfen Sie beide auf BrowserLeaks. Wenn "Altered" ein Leck zeigt (selten, aber bei einigen Proxys möglich), verwenden Sie "Disabled" für alle Arbeitsprofile. Speichern Sie diese Einstellungen als Profilvorlage für die schnelle Erstellung neuer Profile.

Massenänderung der WebRTC-Einstellungen für bestehende Profile

Wenn Sie bereits Dutzende von Profilen haben und ein Problem mit WebRTC festgestellt haben, müssen Sie nicht jedes manuell bearbeiten. Dolphin Anty unterstützt die Massenbearbeitung:

  1. Wählen Sie im Hauptfenster von Dolphin die gewünschten Profile aus (halten Sie Ctrl/Cmd gedrückt und klicken Sie auf die Profile).
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste → "Profile massenbearbeiten".
  3. Gehen Sie im sich öffnenden Fenster zum Abschnitt "Erweiterte Einstellungen" → "WebRTC".
  4. Wählen Sie den gewünschten Modus (Altered oder Disabled) und klicken Sie auf "Änderungen speichern".

Dolphin wird die Änderungen in wenigen Sekunden auf alle ausgewählten Profile anwenden. Überprüfen Sie danach unbedingt 2-3 Profile auf BrowserLeaks, um sicherzustellen, dass die Einstellungen korrekt angewendet wurden.

WebRTC in AdsPower und GoLogin einrichten

AdsPower: Schutz vor WebRTC-Lecks

AdsPower ist eine beliebte Alternative zu Dolphin, insbesondere für diejenigen, die mit chinesischen Plattformen (TikTok Ads, Taobao) arbeiten. Die Einrichtung von WebRTC hier ist etwas anders:

  1. Erstellen Sie ein neues Profil
    Klicken Sie im Hauptfenster von AdsPower auf "Neues Profil". Wählen Sie die Plattform (Facebook, TikTok, Google) – das Programm wählt automatisch die optimalen Fingerprint-Einstellungen aus.
  2. Proxy einrichten
    Geben Sie im Abschnitt "Proxy-Einstellungen" die Daten Ihres Proxy-Servers ein. AdsPower unterstützt HTTP, HTTPS, SOCKS5. Klicken Sie auf "Proxy überprüfen", um die Verbindung zu testen.
  3. WebRTC einrichten
    Gehen Sie zum Abschnitt "Erweiterte Einstellungen" → "WebRTC". In AdsPower gibt es vier Modi:
    • Forward (empfohlen) – entspricht dem Modus "Altered" in Dolphin. Zeigt nur die IP des Proxys an.
    • Disabled – vollständige Deaktivierung von WebRTC.
    • Local – zeigt die lokale IP (192.168.x.x) an. Sicher, aber weniger natürlich.
    • Real – nicht für Multi-Accounting verwenden!
    Für die Arbeit mit Facebook Ads und TikTok Ads wählen Sie den Modus "Forward".
  4. Zusätzlich: Geolokalisierung einrichten
    AdsPower ermöglicht es, die Geolokalisierung des Browsers (Geolocation API) zu ändern. Wählen Sie im Abschnitt "Geolokalisierung" "Proxy-Standort" – der Browser überträgt die Koordinaten der Stadt Ihres Proxys. Dies ist wichtig für lokale Werbung.

GoLogin: WebRTC einrichten

GoLogin ist einer der benutzerfreundlichsten Antidetect-Browser. Die Einrichtung von WebRTC ist hier maximal vereinfacht:

  1. Erstellen Sie ein Profil und fügen Sie den Proxy hinzu
    Klicken Sie auf "Profil erstellen", geben Sie den Namen und die Proxy-Daten im entsprechenden Abschnitt ein.
  2. WebRTC im Abschnitt "Erweitert" einrichten
    GoLogin bietet drei Modi:
    • Substitute (empfohlen) – Änderung auf die IP des Proxys.
    • Block – vollständige Deaktivierung.
    • Real – ohne Schutz.
    Wählen Sie "Substitute" für die meisten Aufgaben.
  3. Aktivieren Sie "DNS über HTTPS"
    Suchen Sie in den Profileinstellungen die Option "DNS über HTTPS" und aktivieren Sie sie. Dies verhindert das Leck von DNS-Anfragen, die ebenfalls Ihre echte Position offenbaren können.

Ein wichtiges Merkmal von GoLogin ist die automatische Überprüfung von WebRTC beim Start des Profils. Wenn ein Leck festgestellt wird, zeigt das Programm eine Warnung an und bietet an, die Einstellungen zu ändern.

Typische Fehler beim Schutz vor WebRTC-Lecks

Selbst erfahrene Arbitrageure und SMM-Spezialisten machen manchmal Fehler bei der Einrichtung des Schutzes vor WebRTC. Hier sind die häufigsten Probleme und deren Lösungen.

Fehler 1: IPv6 nicht deaktiviert

Selbst wenn Sie WebRTC für IPv4 korrekt eingerichtet haben, kann das IPv6-Protokoll parallel arbeiten und Ihre echte Adresse offenbaren. Viele Proxy-Anbieter unterstützen kein IPv6, sodass Anfragen über dieses Protokoll direkt ausgeführt werden, ohne den Proxy zu verwenden.

Lösung: Suchen Sie in den Profileinstellungen des Antidetect-Browsers die Option "IPv6" und setzen Sie den Wert auf "Disabled" oder "Block". Überprüfen Sie auf browserleaks.com/ipv6 – dort sollte Ihre echte IPv6-Adresse nicht angezeigt werden.

Fehler 2: Verwendung von kostenlosen oder öffentlichen Proxys

Kostenlose Proxys sind oft falsch konfiguriert und blockieren keine WebRTC-Anfragen. Darüber hinaus werden solche Proxys von Hunderten anderer Menschen verwendet – Facebook und andere Plattformen kennen sie bereits und sperren sie automatisch.

Lösung: Verwenden Sie hochwertige Proxys von vertrauenswürdigen Anbietern. Für Facebook Ads und Instagram sind residential Proxys am besten geeignet – sie haben IPs von echten Haushaltsnutzern, was sie von normalem Traffic kaum unterscheidbar macht.

Fehler 3: Überprüfung nur einmal bei der Erstellung des Profils

Die WebRTC-Einstellungen können nach einem Update des Antidetect-Browsers, einem Wechsel des Proxys oder der Installation von Erweiterungen durcheinandergeraten. Viele überprüfen den Schutz nur bei der Erstellung des Profils und vergessen danach.

Lösung: Überprüfen Sie WebRTC regelmäßig – mindestens einmal pro Woche für aktive Profile. Fügen Sie browserleaks.com/webrtc zu Ihren Lesezeichen hinzu und öffnen Sie diese Seite in jedem Profil, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Das dauert 10 Sekunden, kann aber vor einem Ban bewahren.

Fehler 4: Installation von Erweiterungen, die WebRTC aktivieren

Einige Browsererweiterungen (insbesondere für Videoanrufe, VPN oder "Internetbeschleuniger") können WebRTC zwangsweise aktivieren und die Einstellungen des Antidetect-Browsers ignorieren.

Lösung: Installieren Sie nur notwendige Erweiterungen. Überprüfen Sie nach der Installation einer neuen Erweiterung unbedingt WebRTC auf Lecks. Wenn Sie ein Problem feststellen – entfernen Sie die Erweiterung und suchen Sie nach einer Alternative.

Fehler 5: Gleichzeitige Verwendung des Profils auf verschiedenen Geräten

Wenn Sie Profile über die Cloud synchronisieren (diese Funktion ist in Dolphin Anty und AdsPower verfügbar) und ein Profil gleichzeitig auf einem Computer und einem Laptop öffnen, kann WebRTC beide echten IP-Adressen offenbaren.

Lösung: Öffnen Sie niemals ein Profil gleichzeitig auf mehreren Geräten. Wenn Sie im Team arbeiten, verwenden Sie die Funktion "Profil übertragen", um das Profil an einen Kollegen zu übergeben, anstatt gleichzeitig darauf zuzugreifen.

Checkliste: Wie man den Schutz vor WebRTC regelmäßig überprüft

Erstellen Sie ein einfaches System zur regelmäßigen Überprüfung, um kein Leck zu verpassen. Hier ist eine fertige Checkliste, die Sie ausdrucken und an Ihrem Arbeitsplatz aufhängen können:

Tägliche Überprüfung (für kritische Konten)

  • ☐ Profil starten
  • ☐ browserleaks.com/webrtc öffnen
  • ☐ Überprüfen, dass in "Öffentliche IP" nur die IP des Proxys angezeigt wird
  • ☐ Überprüfen, dass keine IPv6-Lecks vorhanden sind
  • ☐ Wenn alles OK ist – kann gearbeitet werden

Wöchentliche Überprüfung (für alle Profile)

  • ☐ 5-10 zufällige Profile auswählen
  • ☐ Jedes auf browserleaks.com/webrtc überprüfen
  • ☐ Zusätzlich auf ipleak.net überprüfen
  • ☐ Ergebnisse in einer Tabelle festhalten (Profil, Datum, Ergebnis)
  • ☐ Wenn ein Leck gefunden wurde – die Einstellungen aller Profile mit demselben Proxy überprüfen

Nach jeder Änderung

  • ☐ Aktualisierung des Antidetect-Browsers → 3-5 Profile überprüfen
  • ☐ Wechsel des Proxy-Anbieters → alle Profile mit neuen Proxys überprüfen
  • ☐ Installation einer neuen Erweiterung → sofortige Überprüfung
  • ☐ Massenänderung der Einstellungen → stichprobenartige Überprüfung von 10-20% der Profile

Erstellen Sie eine Excel-Tabelle zur Verfolgung der Überprüfungen. Spalten: "Datum", "Profil", "Überprüfungsdienst", "Ergebnis", "Aktionen". Dies hilft, Muster zu erkennen – zum Beispiel, wenn ein bestimmter Proxy-Anbieter regelmäßig Lecks verursacht.

Automatisierung der WebRTC-Überprüfung (für Fortgeschrittene)

Wenn Sie mehr als 50 Profile haben, wird die manuelle Überprüfung jedes einzelnen zu zeitaufwendig. Einige Antidetect-Browser unterstützen die Automatisierung über APIs:

  • Dolphin Anty: Verfügt über eine API zum Starten von Profilen und Abrufen ihrer Parameter. Sie können ein Skript schreiben, das jedes Profil startet, die Überprüfungsseite öffnet und das Ergebnis speichert.
  • AdsPower: Unterstützt die Automatisierung über Selenium. Sie können ein Skript erstellen, das alle Profile überprüft und einen Bericht an Telegram sendet.
  • GoLogin: Verfügt über eine integrierte Funktion "Profil Gesundheitscheck", die automatisch die grundlegenden Parameter einschließlich WebRTC überprüft.

Wenn Sie kein Programmierer sind, können Sie einen Freelancer auf Upwork oder Kwork beauftragen, ein solches Skript zu erstellen. Die Kosten liegen bei 50-100 $, aber das spart Ihnen in Zukunft viele Stunden.

Tipp für Agenturen und Teams:

Ernennen Sie eine Person, die für die Überprüfung des WebRTC-Schutzes verantwortlich ist. Lassen Sie ihn jeden Montag eine zufällige Stichprobe von 10% aller Profile überprüfen und einen Bericht im Gruppenchat senden. Das dauert 30-60 Minuten, kann aber massenhafte Sperren verhindern.

Fazit

WebRTC-Lecks sind einer der Hauptgründe für Sperren beim Multi-Accounting in Facebook Ads, Instagram, TikTok und anderen Plattformen. Selbst hochwertige Proxys schützen Sie nicht, wenn WebRTC die echte IP-Adresse offenbart. Aber jetzt wissen Sie, wie Sie den Schutz in 30 Sekunden überprüfen und den Antidetect-Browser richtig konfigurieren können.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Artikel:

  • WebRTC umgeht Proxys und kann Ihre echte IP selbst bei korrekter Browserkonfiguration offenbaren.
  • Überprüfen Sie den Schutz regelmäßig auf browserleaks.com/webrtc – das dauert 30 Sekunden, kann aber vor einem Chain-Ban bewahren.
  • Verwenden Sie in Antidetect-Browsern den Modus "Altered" (Forward, Substitute) für die meisten Aufgaben oder "Disabled" für maximalen Schutz.
  • Deaktivieren Sie unbedingt IPv6 in den Profileinstellungen – das ist eine häufige Ursache für Lecks.
  • Überprüfen Sie den Schutz nach jedem Update des Browsers, dem Wechsel des Proxys oder der Installation von Erweiterungen.

Wenn Sie ernsthaft im Traffic-Arbitrage, SMM-Marketing oder E-Commerce arbeiten möchten, sollte der Schutz vor WebRTC-Lecks zu Ihrer täglichen Gewohnheit werden. Fügen Sie die Überprüfung Ihrer Arbeits-Checkliste hinzu und führen Sie sie automatisch vor Beginn der Arbeit mit jedem Profil durch.

Für zuverlässigen Schutz vor Sperren empfehlen wir die Verwendung hochwertiger Proxys mit korrekter WebRTC-Konfiguration. Residential Proxys bieten das höchste Maß an Anonymität und minimales Risiko der Entdeckung durch Plattformen – sie verwenden IPs von echten Haushaltsnutzern, was Ihren Traffic von normalem nicht unterscheidbar macht.

```