Wenn Sie mit Dutzenden von Facebook Ads-Konten arbeiten oder Kundenprofile auf Instagram verwalten, ist die Datensicherheit nicht nur ein Komfortfaktor, sondern ein kritischer Überlebensfaktor für Ihr Geschäft. Ein abgefangenes Passwort oder ein Zugriffstoken kann zum Verlust aller Konten, zu durchgesickerten Kreativen an Wettbewerber oder zum Diebstahl von Werbebudgets führen. Dabei verstehen viele Fachleute immer noch nicht, wie genau die Verschlüsselung des Verkehrs über Proxys funktioniert und welche Schutzmethoden tatsächlich funktionieren und welche nur eine Illusion von Sicherheit schaffen.
In diesem Leitfaden werden wir alle Ebenen der Verkehrsanalyse bei der Arbeit über Proxy-Server untersuchen: von der grundlegenden HTTPS-Verschlüsselung bis hin zu kombinierten Schemen mit VPN. Sie werden erfahren, welche Daten selbst bei der Verwendung von SOCKS5 ungeschützt bleiben, warum HTTP-Proxys für die Arbitrage gefährlich sind und wie Sie die Verschlüsselung in Anti-Detect-Browsern wie Dolphin Anty, AdsPower und Multilogin richtig einrichten.
Warum Verschlüsselung für Arbitrage und SMM kritisch ist
Stellen Sie sich vor: Sie sind ein Arbitrageur, der 15 Facebook Ads-Konten mit einem Gesamtbudget von 50.000 $ pro Monat verwaltet. Sie arbeiten aus einem Coworking-Space über öffentliches Wi-Fi, verwenden Proxys zur Trennung der Konten, denken aber nicht an die Verschlüsselung des Verkehrs. In diesem Moment kann jeder in demselben Netzwerk mit grundlegenden Fähigkeiten Ihren Verkehr abfangen und Zugriff auf Autorisierungstoken, Kreative, Targeting-Einstellungen und Zahlungsdaten erhalten.
Für SMM-Spezialisten sind die Risiken nicht geringer. Wenn Sie Kundenkonten auf Instagram oder TikTok betreuen, bedeutet ein Datenleck der Autorisierung nicht nur den Verlust des Kontos — es ist ein reputationsschädigender Schlag, finanzielle Verluste für den Kunden und mögliche Klagen. Dabei verwenden viele immer noch HTTP-Proxys (ohne Verschlüsselung) oder glauben fälschlicherweise, dass SOCKS5 automatisch alle Daten schützt.
Echter Fall: Im Jahr 2023 verlor eine Gruppe von Arbitrageuren den Zugang zu über 40 Facebook Ads-Konten (Gesamtbudget über 200.000 $) aufgrund der Verwendung unverschlüsselter HTTP-Proxys. Angreifer fingen Zugriffstoken über öffentliches Wi-Fi am Flughafen ab und erlangten die vollständige Kontrolle über die Konten. Der Zugang konnte nicht wiederhergestellt werden — Facebook sperrte alle Konten aufgrund verdächtiger Aktivitäten.
Die Hauptbedrohungen bei fehlender Verkehrsanalyse:
- Abfangen von Passwörtern und Zugriffstoken — selbst wenn die Website HTTPS verwendet, können Metadaten von Anfragen vertrauliche Informationen preisgeben
- Diebstahl von Werbekreativen und Strategien — Wettbewerber können sehen, welche Angebote Sie testen und welche Kombinationen funktionieren
- Manipulation von Daten in Echtzeit — eine Man-in-the-Middle-Attacke ermöglicht es, den Inhalt von Seiten zu ändern und schädlichen Code einzufügen
- De-Anonymisierung durch DNS-Anfragen — selbst über Proxys kann Ihre echte IP durch unverschlüsselte DNS-Anfragen durchsickern
- Kontosperrungen durch Plattformen — Facebook und Instagram analysieren Verkehrsmuster und sperren Konten mit verdächtigen Anzeichen
Besonders kritisch ist die Verschlüsselung für diejenigen, die mit finanziellen Daten arbeiten: Verknüpfung von Karten mit Werbekonten, Aufladen von Guthaben, Abheben von Geldern aus Partnerprogrammen. Eine abgefangene Anfrage kann zu einem direkten Diebstahl von Geld von der Karte oder zum Hacken von Zahlungsaccounts führen.
Drei Ebenen der Verschlüsselung: Was jede schützt
Die Verschlüsselung des Verkehrs bei der Arbeit über Proxys kann in drei Ebenen unterteilt werden, von denen jede verschiedene Datentypen schützt. Das Verständnis dieser Ebenen ist entscheidend für die Wahl der richtigen Schutzstrategie.
Ebene 1: Verschlüsselung auf Anwendungsebene (HTTPS)
Dies ist die grundlegende Schutzebene, die die Website oder Anwendung selbst bereitstellt. Wenn Sie facebook.com oder instagram.com öffnen, stellt der Browser eine HTTPS-Verbindung (SSL/TLS) her, die alle Daten zwischen Ihrem Gerät und dem Facebook-Server verschlüsselt. Es ist wichtig zu verstehen: Diese Verschlüsselung funktioniert unabhängig vom Proxy — selbst wenn Sie einen normalen HTTP-Proxy verwenden, bleiben die Daten zwischen dem Browser und Facebook verschlüsselt.
Was HTTPS schützt:
- Logins und Passwörter bei der Autorisierung
- Inhalte von Nachrichten und Posts
- Einstellungen von Werbekampagnen
- Zahlungsdaten beim Aufladen des Guthabens
- API-Zugriffstoken
Was HTTPS NICHT schützt:
- Domainnamen von Websites, die Sie besuchen (sichtbar in DNS-Anfragen)
- IP-Adressen von Servern, mit denen Sie sich verbinden
- Größe der übertragenen Daten (kann die Art der Aktivität bestimmen)
- Zeit und Häufigkeit von Anfragen (Verhaltensmuster)
Ebene 2: Verschlüsselung des Kanals bis zum Proxy (HTTPS/SOCKS5)
Diese Ebene schützt den Verkehr zwischen Ihrem Gerät und dem Proxy-Server. Wenn Sie einen HTTPS-Proxy oder SOCKS5 mit zusätzlicher Verschlüsselung verwenden, kann ein Angreifer in Ihrem lokalen Netzwerk (z. B. in einem öffentlichen Wi-Fi) nicht sehen, auf welche Websites Sie zugreifen und welche Daten Sie übertragen.
Wichtiger Punkt: Standard-SOCKS5 verschlüsselt den Verkehr nicht — es tunnelt ihn nur. Für die Verschlüsselung ist eine zusätzliche Konfiguration erforderlich (SSH-Tunnel oder VPN).
Ebene 3: Vollständige Verschlüsselung (VPN über Proxy)
Der maximale Schutz wird durch die Kombination von VPN und Proxy erreicht. In diesem Fall wird der gesamte Verkehr doppelt verschlüsselt: Zuerst verschlüsselt das VPN alle Daten (einschließlich DNS-Anfragen), dann gehen sie durch den Proxy-Server. Dieses Schema schützt sogar vor Angriffen auf der Ebene des Anbieters oder des Proxy-Besitzers.
| Schutzebene | Was geschützt wird | Was NICHT geschützt wird | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| Nur HTTPS (Website) | Inhalte von Anfragen, Passwörter, Tokens | DNS-Anfragen, IP-Adressen, Metadaten | Grundlegende Arbeit ohne erhöhte Risiken |
| HTTPS-Proxy | Kanal bis zum Proxy, Liste der Websites | Daten sind dem Proxy-Besitzer sichtbar | SMM, Arbeiten aus öffentlichen Netzwerken |
| SOCKS5 (ohne Verschlüsselung) | Nur Tunneling | Verkehr ist im lokalen Netzwerk sichtbar | Nicht empfohlen ohne VPN |
| VPN + Proxy | Gesamter Verkehr, DNS, Metadaten | — | Arbitrage mit großen Budgets, Finanzen |
HTTPS-Proxys: Grundlegender Schutz und seine Einschränkungen
HTTPS-Proxys (auch HTTP CONNECT oder SSL-Proxys genannt) sind Proxy-Server, die eine verschlüsselte Verbindung zwischen Ihrem Gerät und dem Proxy herstellen. Dies ist der am weitesten verbreitete Typ von Proxys für die Arbeit mit Browsern und Anti-Detect-Systemen.
So funktioniert ein HTTPS-Proxy: Wenn Sie sich über einen HTTPS-Proxy mit einer Website verbinden, sendet der Browser zunächst den Befehl CONNECT an den Proxy und gibt die Ziel-Domain an (z. B. facebook.com:443). Der Proxy stellt eine Verbindung zum Facebook-Server her und erstellt einen verschlüsselten Tunnel. Danach werden alle Daten zwischen dem Browser und Facebook in verschlüsselter Form übertragen — der Proxy leitet sie einfach weiter, ohne den Inhalt lesen zu können.
Wichtig zu verstehen:
HTTPS-Proxys verschlüsseln keine HTTP-Websites (ohne SSL). Wenn Sie eine Website über http:// (ohne "s") öffnen, werden die Daten im Klartext übertragen und der Proxy-Besitzer kann sie sehen und modifizieren. Für Arbitrage und SMM sollten Sie immer sicherstellen, dass Sie nur mit HTTPS-Versionen von Websites arbeiten.
Vorteile von HTTPS-Proxys für Arbitrage:
- Schutz vor Abfangen im lokalen Netzwerk — wenn Sie aus einem Café, Coworking-Space oder Hotel arbeiten, wird niemand in diesem Netzwerk sehen, welche Websites Sie besuchen
- Kompatibilität mit allen Browsern — Unterstützung ist in Chrome, Firefox und allen Anti-Detect-Browsern (Dolphin Anty, AdsPower, Multilogin) integriert
- Benötigt keine zusätzliche Software — wird direkt im Browser oder Anti-Detect eingerichtet
- Funktioniert mit allen Websites — im Gegensatz zu VPN wird es von Plattformen nicht blockiert
Einschränkungen von HTTPS-Proxys:
- Der Proxy-Besitzer sieht Metadaten — zu welchen Domains Sie sich verbinden, zu welcher Zeit, das Volumen des Verkehrs. Dies kann kritisch sein, wenn Sie mit vertraulichen Projekten arbeiten
- DNS-Anfragen können durchsickern — wenn der Browser falsch konfiguriert ist, gehen DNS-Anfragen direkt an den Anbieter, ohne den Proxy zu passieren. Dies offenbart die Liste der Websites
- Keine WebRTC-Schutz — die WebRTC-Technologie kann Ihre echte IP-Adresse selbst bei Verwendung eines Proxys offenbaren. Es ist erforderlich, sie im Browser zu deaktivieren
- Verwundbarkeit gegenüber Angriffen auf den Proxy — wenn der Proxy-Server kompromittiert ist, kann ein Angreifer Daten abfangen
Für die meisten Aufgaben der Arbitrage und SMM bieten residential HTTPS-Proxys ein ausreichendes Schutzniveau. Sie verbergen Ihre echte IP, schützen vor Abfangen in öffentlichen Netzwerken und wecken bei Plattformen wie Facebook oder Instagram keine Verdachtsmomente.
SOCKS5 und Verschlüsselung: Mythen entlarven
Einer der verbreitetsten Mythen unter Arbitrageuren ist, dass SOCKS5 automatisch den Verkehr verschlüsselt. Das ist nicht der Fall. SOCKS5 ist ein Tunneling-Protokoll, das jeden Typ von Verkehr (HTTP, HTTPS, FTP, Torrents) durchlässt, aber keine Verschlüsselung hinzufügt. Wenn die Anwendung keine eigene Verschlüsselung verwendet (z. B. HTTPS), werden die Daten im Klartext übertragen.
So funktioniert SOCKS5: Es handelt sich um ein Low-Level-Proxy-Protokoll, das auf der Sitzungsebene (Session Layer im OSI-Modell) arbeitet. Wenn Sie SOCKS5 im Browser oder in der Anwendung einrichten, wird der gesamte Netzwerkverkehr dieser Anwendung über den Proxy-Server umgeleitet. SOCKS5 leitet einfach die Datenpakete weiter, ohne deren Inhalt zu analysieren oder zu modifizieren.
Kritischer Fehler: Viele Arbitrageure verwenden SOCKS5-Proxys für die Arbeit mit Facebook Ads und glauben, dass der Verkehr verschlüsselt ist. In Wirklichkeit ändert SOCKS5 nur die IP-Adresse, und der gesamte Schutz wird durch die HTTPS-Verbindung zu Facebook gewährleistet. Wenn Sie versehentlich die HTTP-Version der Website über SOCKS5 öffnen, werden die Daten im Klartext übertragen.
Vorteile von SOCKS5 für Arbitrage:
- Universalität — funktioniert mit allen Anwendungen: Browser, Telegram, Parser, Bots
- Unterstützung von UDP — im Gegensatz zu HTTP-Proxys kann SOCKS5 UDP-Verkehr tunneln (notwendig für einige VoIP- und Gaming-Anwendungen)
- Keine Datenmodifikation — SOCKS5 ändert keine HTTP-Header, was das Risiko der Erkennung durch Plattformen verringert
- Authentifizierung — Unterstützung von Login/Passwort für den Zugang zum Proxy
- Weniger Overhead — SOCKS5 fügt weniger Overhead-Daten hinzu als HTTPS-Proxys
Wann SOCKS5 sicher ist:
- Sie arbeiten nur mit HTTPS-Websites (facebook.com, instagram.com, tiktok.com — alle verwenden HTTPS)
- Sie verwenden Anwendungen mit integrierter Verschlüsselung (Telegram, WhatsApp, Signal)
- Sie kombinieren SOCKS5 mit VPN (VPN verschlüsselt den gesamten Verkehr bis zum Proxy)
- Sie arbeiten aus einem vertrauenswürdigen Netzwerk (Heim-Internet, Büro mit gesichertem Wi-Fi)
Wann SOCKS5 gefährlich ist:
- Arbeiten aus öffentlichen Wi-Fi-Netzwerken (Flughäfen, Cafés, Hotels) — der Verkehr zum Proxy wird unverschlüsselt übertragen
- Verwendung von HTTP-Websites oder Anwendungen ohne SSL
- Übertragung vertraulicher Daten (Zahlungsinformationen, Passwörter) über Anwendungen ohne Verschlüsselung
- Arbeiten mit unzuverlässigen Proxy-Anbietern (könnten Daten protokollieren und verkaufen)
Für maximale Sicherheit bei der Verwendung von SOCKS5 wird empfohlen, es mit einer zusätzlichen Verschlüsselungsebene zu kombinieren — entweder über VPN oder über einen SSH-Tunnel. Dies ist besonders wichtig für Arbitrageure, die mit großen Budgets arbeiten, und SMM-Agenturen, die Kundenkonten verwalten.
VPN über Proxy: Maximale Sicherheit
Die Kombination von VPN und Proxy ist ein Schema, das professionelle Arbitrageure und Teams verwenden, die mit vertraulichen Projekten arbeiten. Der Kern der Methode: Sie verbinden sich mit einem VPN-Server, der Ihren gesamten Verkehr (einschließlich DNS-Anfragen und Metadaten) verschlüsselt, und dann wird dieser verschlüsselte Verkehr durch den Proxy-Server geleitet.
So funktioniert VPN + Proxy:
- Sie starten den VPN-Client auf Ihrem Computer (z. B. WireGuard, OpenVPN)
- Der gesamte Verkehr des Computers wird verschlüsselt und an den VPN-Server gesendet
- Im Browser oder Anti-Detect stellen Sie den Proxy (SOCKS5 oder HTTPS) ein
- Der Verkehr geht in einer Kette: Ihr Computer → VPN (verschlüsselt) → Proxy → Ziel-Website
Was doppelte Sicherheit bietet:
- Schutz vor dem Anbieter — Ihr Internetanbieter sieht nur den verschlüsselten VPN-Verkehr und weiß nicht, welche Websites Sie besuchen
- Schutz vor dem Proxy-Besitzer — der Proxy-Server erhält bereits verschlüsselten VPN-Verkehr und kann den Inhalt nicht analysieren
- Schutz der DNS — alle DNS-Anfragen gehen durch den VPN-Tunnel und sickern nicht zum Anbieter durch
- Schutz vor WebRTC — VPN blockiert Lecks der echten IP über WebRTC
- Risikoteilung — selbst wenn VPN oder Proxy kompromittiert sind, erhält der Angreifer nicht das vollständige Bild
Praktisches Szenario für Arbitrage:
Sie schalten Werbung in Facebook Ads für Glücksspielangebote (verbotenes Thema). Sie verwenden ein VPN mit einem Server in Deutschland + mobile Proxys aus den USA. Facebook sieht die IP des Mobilfunkanbieters in den USA (legitimer Trust), Ihr Anbieter sieht nur den VPN-Verkehr nach Deutschland (weiß nichts von Facebook), der Proxy-Besitzer erhält den verschlüsselten VPN-Verkehr (sieht den Inhalt nicht). Vollständige Anonymität auf allen Ebenen.
Nachteile des Schemas VPN + Proxy:
- Komplexität der Einrichtung — es ist erforderlich, die Routing-Konfiguration korrekt einzustellen, damit der Verkehr genau über VPN → Proxy geht
- Geschwindigkeitsverlust — doppelte Verschlüsselung und zusätzlicher Knoten verlangsamen die Verbindung um 30-50%
- Zusätzliche Kosten — es müssen sowohl für VPN als auch für Proxy Gebühren gezahlt werden
- Risiko von Konflikten — einige Anti-Detect-Browser funktionieren nicht korrekt, wenn VPN auf Systemebene aktiv ist
Ein alternatives Schema ist ein Proxy mit integriertem VPN: Einige Proxy-Anbieter bieten Server mit vorinstalliertem VPN-Tunnel an. Sie verbinden sich mit einem solchen Proxy, und er verschlüsselt automatisch den gesamten Verkehr über VPN, bevor er ins Internet gesendet wird. Dies ist einfacher einzurichten, aber weniger flexibel als eine eigenständige Konfiguration.
Einrichtung der Verschlüsselung in Anti-Detect-Browsern
Anti-Detect-Browser (Dolphin Anty, AdsPower, Multilogin, GoLogin) sind das Hauptwerkzeug für Arbitrageure und SMM-Spezialisten zur Verwaltung mehrerer Konten. Die richtige Einrichtung der Verschlüsselung in diesen Browsern ist entscheidend für die Sicherheit. Lassen Sie uns die Schritt-für-Schritt-Konfiguration für jeden beliebten Anti-Detect-Browser betrachten.
Proxy-Einrichtung in Dolphin Anty
Dolphin Anty ist einer der beliebtesten Anti-Detect-Browser unter russischsprachigen Arbitrageuren dank des kostenlosen Tarifs für 10 Profile. Einrichtung der Verschlüsselung:
- Erstellen Sie ein neues Profil — klicken Sie auf "Profil erstellen" im Hauptfenster von Dolphin
- Wählen Sie den Proxy-Typ — im Abschnitt "Proxy" wählen Sie HTTP (für HTTPS-Proxys) oder SOCKS5. Für maximale Sicherheit wird empfohlen, HTTP mit einem SSL-Zertifikat vom Anbieter zu verwenden
- Geben Sie die Proxy-Daten ein — IP:Port, Benutzername, Passwort. Format für HTTPS:
proxy.example.com:8080:username:password - Überprüfen Sie WebRTC — suchen Sie in den Profileinstellungen nach "WebRTC" und wählen Sie "Disabled" oder "Alter" (Manipulation). Dies ist entscheidend, um Lecks der echten IP zu verhindern
- Konfigurieren Sie DNS — aktivieren Sie die Option "DNS über Proxy" (wenn in Ihrer Version verfügbar), damit DNS-Anfragen nicht zum Anbieter durchsickern
- Überprüfen Sie die Verbindung — klicken Sie auf "Proxy überprüfen". Dolphin zeigt IP, Land und Lecks an
Zusätzliche Sicherheitseinstellungen in Dolphin:
- Aktivieren Sie "Do Not Track" in den Profileinstellungen
- Deaktivieren Sie die Geolokalisierung (oder ersetzen Sie sie durch die Koordinaten des Proxy-Landes)
- Konfigurieren Sie den Canvas-Fingerabdruck auf "Noise" (Hinzufügen von Rauschen zum Fingerabdruck)
- Wählen Sie den User-Agent, der dem Geo des Proxys entspricht (z. B. für die USA — englische Version von Chrome)
Proxy-Einrichtung in AdsPower
AdsPower ist bei E-Commerce-Spezialisten und Arbitrageuren, die mit asiatischen Plattformen (AliExpress, TikTok) arbeiten, beliebt. Einrichtung der Verschlüsselung:
- Öffnen Sie den Profilmanager — klicken Sie auf "Neues Profil" im Hauptfenster
- Wählen Sie das Proxy-Protokoll — AdsPower unterstützt HTTP, HTTPS, SOCKS5. Für Facebook/Instagram wählen Sie HTTP (HTTPS), für TikTok — SOCKS5
- Geben Sie den Proxy im Format ein —
IP:Port:Username:Passwordoder verwenden Sie den integrierten Proxy-Manager - Konfigurieren Sie die IP-Überprüfung — aktivieren Sie "Proxy-IP überprüfen" für die automatische Verifizierung
- Deaktivieren Sie WebRTC — im Abschnitt "Erweiterte Einstellungen" → "WebRTC" wählen Sie "Disabled"
- Konfigurieren Sie Canvas und Audio — wählen Sie "Noise" für Canvas und AudioContext-Fingerabdruck
AdsPower verfügt über eine integrierte Funktion "Proxy Manager", die es ermöglicht, Proxyliste zu speichern und schnell zwischen ihnen zu wechseln. Dies ist sehr praktisch für die Arbeit mit Proxy-Rotation.
Proxy-Einrichtung in Multilogin
Multilogin ist ein Premium-Anti-Detect-Browser mit dem fortschrittlichsten Fingerprinting und wird von Teams mit großen Budgets (50.000 $+ pro Monat) verwendet. Einrichtung:
- Erstellen Sie ein Profil — wählen Sie den Browser-Typ (Mimic basierend auf Chrome oder Stealthfox basierend auf Firefox)
- Konfigurieren Sie den Proxy — im Abschnitt "Verbindung" wählen Sie den Typ (HTTP/SOCKS5) und geben die Daten ein
- Aktivieren Sie DNS über Proxy — eine kritische Option in Multilogin, die garantiert, dass DNS über den Proxy geht
- Konfigurieren Sie den WebRTC-Leckschutz — wählen Sie "Disabled" oder "Custom" mit IP-Manipulation auf die IP des Proxys
- Überprüfen Sie über den integrierten Test — Multilogin zeigt einen detaillierten Bericht über IP-, DNS- und WebRTC-Lecks an
Multilogin unterstützt auch die automatische Rotation von Proxys über API — Sie können die IP alle N Minuten oder bei jedem Start des Profils ändern.
Häufiger Fehler: Viele Benutzer von Anti-Detect-Browsern vergessen, die Einstellungen nach einem Update des Browsers zu überprüfen. Updates können WebRTC- und DNS-Parameter zurücksetzen, was zu Lecks der echten IP führt. Überprüfen Sie nach jedem Update von Dolphin, AdsPower oder Multilogin die Profile über Dienste wie browserleaks.com oder whoer.net.
Kritische Fehler bei der Arbeit mit unverschlüsseltem Verkehr
Selbst erfahrene Arbitrageure und SMM-Spezialisten machen Fehler bei der Einrichtung der Verschlüsselung, die zu Verlust von Konten, Datenlecks oder Diebstahl von Budgets führen. Lassen Sie uns die häufigsten und gefährlichsten von ihnen untersuchen.
Fehler 1: Verwendung von HTTP-Proxys für vertrauliche Aufgaben
HTTP-Proxys (ohne SSL) übertragen den gesamten Verkehr im Klartext. Wenn Sie mit Facebook Ads über einen HTTP-Proxy arbeiten, ist Facebook selbst durch HTTPS geschützt, aber der Proxy-Besitzer sieht alle Ihre Anfragen: auf welche Seiten Sie zugreifen, welche Parameter Sie übergeben, wann und wie oft Sie arbeiten. Dies ist kritisch, wenn Sie billige öffentliche Proxys verwenden — deren Besitzer können Logs verkaufen oder für Wettbewerbsforschung nutzen.
Lösung: Verwenden Sie nur HTTPS-Proxys (HTTP mit SSL) oder SOCKS5 in Kombination mit VPN. Für Arbitrage werden residential Proxys mit HTTPS-Unterstützung empfohlen — sie bieten sowohl hohen Trust als auch Datenschutz.
Fehler 2: Ignorieren von DNS-Lecks
DNS-Anfragen sind Anfragen an Server zur Umwandlung von Domainnamen (facebook.com) in IP-Adressen. Standardmäßig senden Browser DNS-Anfragen an die Server des Anbieters, selbst wenn Sie einen Proxy verwenden. Das bedeutet, dass der Anbieter die vollständige Liste aller Websites sieht, die Sie besuchen, selbst über Proxys.
Für Arbitrageure ist dies besonders gefährlich: Wenn Sie mit verbotenen Themen (Glücksspiel, Krypto, Nutra) arbeiten, kann der Anbieter die Logs auf Anfrage der Strafverfolgungsbehörden weitergeben oder den Zugang sperren.
Lösung: Aktivieren Sie "DNS über Proxy" im Anti-Detect-Browser oder verwenden Sie DNS über HTTPS (DoH) mit Cloudflare-Servern (1.1.1.1) oder Google (8.8.8.8). Lecks können auf dnsleaktest.com überprüft werden.
Fehler 3: WebRTC nicht deaktiviert
WebRTC (Web Real-Time Communication) ist eine Technologie für Videoanrufe und P2P-Verbindungen direkt im Browser. Das Problem: WebRTC kann Proxys umgehen und Ihre echte IP-Adresse direkt an die Website offenbaren. Facebook, Google und andere Plattformen nutzen WebRTC aktiv zur Erkennung von Proxys und VPNs.
Echte Fallstudie: Ein Arbitrageur richtete einen US-Proxy in Dolphin Anty ein, vergaß jedoch, WebRTC zu deaktivieren. Facebook identifizierte über WebRTC die echte IP aus Russland, verglich sie mit der IP des US-Proxys und sperrte alle Konten wegen verdächtiger Aktivitäten. Verlust — 12 Konten mit einem Gesamtbudget von 8.000 $.
Lösung: Wählen Sie in den Einstellungen des Anti-Detect-Browsers WebRTC = "Disabled" oder "Alter" (Manipulation der IP auf die IP des Proxys). Lecks können auf browserleaks.com/webrtc überprüft werden.
Fehler 4: Mischen von Konten mit unterschiedlichem Verschlüsselungsgrad
Wenn Sie mehrere Facebook-Konten verwalten und einige davon über HTTPS-Proxys und andere über ungesicherte Verbindungen öffnen, kann Facebook diese Konten über Verhaltensmuster verknüpfen und alle gleichzeitig sperren (Chain-Ban).
Lösung: Verwenden Sie ein einheitliches Verschlüsselungsschema für alle Konten innerhalb eines Projekts. Wenn Sie mit Proxys arbeiten — alle Konten nur über Proxys, wenn VPN — alle über VPN.
Fehler 5: Speicherung von Passwörtern in unverschlüsselten Dateien
Viele Arbitrageure speichern Logins, Passwörter und Proxy-Daten in normalen Textdateien oder Excel-Tabellen auf dem Computer. Wenn der Computer mit einem Trojaner infiziert oder gestohlen wird, erhalten Angreifer sofortigen Zugang zu allen Konten.
Lösung: Verwenden Sie Passwortmanager mit Verschlüsselung (1Password, Bitwarden, KeePass). Für Proxy-Daten erstellen Sie verschlüsselte Container (VeraCrypt) oder speichern Sie sie in der Cloud mit Zwei-Faktor-Authentifizierung.
| Fehler | Folgen | Lösung |
|---|---|---|
| HTTP-Proxy für Facebook Ads | Der Proxy-Besitzer sieht alle Anfragen und kann Kreative stehlen | Verwenden Sie HTTPS-Proxys oder SOCKS5+VPN |
| DNS-Leck | Der Anbieter sieht die Liste aller Websites | Aktivieren Sie DNS über Proxy oder DoH |
| WebRTC aktiviert | Echte IP wird offenbart, Chain-Ban von Konten | Deaktivieren Sie WebRTC im Anti-Detect |
| Unverschlüsselte Speicherung von Passwörtern | Diebstahl aller Konten bei einem Computer-Hack | Verwenden Sie einen Passwortmanager mit Verschlüsselung |
| Arbeiten aus öffentlichem Wi-Fi ohne VPN | Abfangen von Tokens, Man-in-the-Middle-Angriffe | VPN + Proxy oder nur vertrauenswürdige Netzwerke |
Fazit
Die Verschlüsselung des Verkehrs bei der Arbeit über Proxys ist keine optionale Einstellung für Paranoide, sondern eine zwingende Anforderung für jeden Fachmann, der mit mehreren Konten, Werbebudgets oder vertraulichen Daten von Kunden arbeitet. Wir haben drei Schutzebenen untersucht: die grundlegende HTTPS-Verschlüsselung (arbeitet auf der Website-Ebene), HTTPS-Proxys (schützt den Kanal bis zum Proxy) und VPN über Proxy (maximaler Schutz aller Daten).
Für die meisten Aufgaben der Arbitrage in Facebook Ads, Instagram und TikTok reicht es aus, qualitativ hochwertige HTTPS-Proxys mit der richtigen Einrichtung des Anti-Detect-Browsers zu verwenden: Deaktivierung von WebRTC, DNS über Proxy, Manipulation der Geolokalisierung und Canvas-Fingerabdruck. Dies gewährleistet ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit, ohne die Verbindung zu verlangsamen oder die Einrichtung zu komplizieren.
Für die Arbeit an besonders vertraulichen Projekten (Glücksspiel, Krypto, Finanzen) oder bei der Arbeit aus öffentlichen Netzwerken wird die Kombination von VPN + Proxy empfohlen. Ja, es ist teurer und langsamer, aber es garantiert Schutz vor Abfangen auf allen Ebenen: Anbieter, Proxy-Besitzer, öffentliches Netzwerk, Plattform.
Das Wichtigste ist, kritische Fehler zu vermeiden: Verwenden Sie keine HTTP-Proxys ohne SSL für vertrauliche Aufgaben, überprüfen Sie immer auf DNS- und WebRTC-Lecks, speichern Sie Passwörter nicht im Klartext. Ein Moment der Unachtsamkeit kann den Verlust aller Konten und monatelange Arbeit kosten.
Wenn Sie planen, mit Facebook Ads, Instagram oder anderen Plattformen zu arbeiten, die ein hohes Maß an Vertrauen und Datenschutz erfordern, empfehlen wir die Verwendung von residential Proxys mit HTTPS — sie bieten echte IPs von Haushaltsnutzern, unterstützen die Verschlüsselung und minimieren das Risiko von Sperren. Für mobile Plattformen (TikTok, Instagram) sind mobile Proxys optimal, da sie das höchste Vertrauen bei den Erkennungsalgorithmen haben.