In diesem Artikel: Ein umfassender Leitfaden zur Auswahl zwischen IPv4- und IPv6-Proxys im Jahr 2025. Erfahren Sie mehr über die Knappheit von IPv4-Adressen, Marktpreise ($35-60 pro IP), Protokollunterschiede, Website-Kompatibilität, Dual-Stack-Lösungen und Empfehlungen für verschiedene Anwendungsszenarien. Das Material basiert auf aktuellen Daten zur IPv6-Adoption (43-48% weltweit).
📑 Inhaltsverzeichnis Teil 1
🌐 Was sind IPv4 und IPv6?
IPv4 (Internet Protocol version 4) ist die vierte Version des Internetprotokolls, die 1981 entwickelt wurde und immer noch der Hauptstandard für die Adressierung von Geräten in Netzwerken ist. IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen, was theoretisch 4,3 Milliarden eindeutige IP-Adressen ermöglicht.
IPv6 (Internet Protocol version 6) ist die sechste Version des Internetprotokolls, die als Ersatz für IPv4 entwickelt wurde. IPv6 verwendet 128-Bit-Adressen, was eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Adressen bietet – etwa 340 Undezillionen (340 Trillionen Trillionen Trillionen).
Wichtige Fakten zu IPv4 und IPv6
IPv4
- Adressgröße: 32 Bit
- Format: 192.168.1.1 (Dezimalnotation)
- Anzahl der Adressen: 4,3 Milliarden
- Einführungsjahr: 1981
- Status: Adressen seit 2011-2019 erschöpft
- Unterstützung: 100% der Websites und Geräte
- Preis pro Adresse: $35-60 (2025)
IPv6
- Adressgröße: 128 Bit
- Format: 2001:0db8::1 (Hexadezimal)
- Anzahl der Adressen: 340 Undezillionen
- Einführungsjahr: 1998
- Status: In Einführung (43-48% Adoption)
- Unterstützung: ~28% der Top-1000 Websites
- Preis pro Adresse: Praktisch kostenlos
📜 Geschichte der IP-Protokolle
Die Entwicklung von IPv4 (1981-2025)
Als IPv4 Anfang der 1980er Jahre entwickelt wurde, konnte sich niemand vorstellen, dass das Internet zu dieser Größe heranwachsen würde. 4,3 Milliarden Adressen schienen für das experimentelle Netzwerk, das das Internet damals war, mehr als ausreichend.
Wichtige Meilensteine in der Geschichte von IPv4:
1981: Veröffentlichung von RFC 791 – die offizielle Spezifikation von IPv4
1990er: Das Internet beginnt exponentiell zu wachsen, Probleme mit dem Adressraum werden offensichtlich
1993: IETF beginnt mit der Arbeit an IPv6 als langfristige Lösung
1994: Einführung der NAT-Technologie (Network Address Translation) als temporäre Lösung
2011: IANA (Internet Assigned Numbers Authority) erschöpft den Pool freier IPv4-Adressen
2011-2019: Alle fünf Regional Internet Registries (RIRs) melden die Erschöpfung ihrer Pools
2020-2025: Bildung eines Sekundärmarktes für IPv4-Adressen, steigende Preise, aktive Einführung von IPv6
Die Entwicklung von IPv6 (1998-2025)
IPv6 wurde als Reaktion auf die drohende Erschöpfung der IPv4-Adressen entwickelt. Das Protokoll erweiterte nicht nur den Adressraum, sondern brachte auch viele Verbesserungen in Architektur und Funktionalität mit sich.
Wichtige Meilensteine bei der Einführung von IPv6:
1998: Veröffentlichung von RFC 2460 – die erste Spezifikation für IPv6
2006: Beginn der kommerziellen Bereitstellung von IPv6
2011: World IPv6 Day (8. Juni) – der erste Massentest
2012: Dauerhafte Aktivierung von IPv6 durch große Unternehmen (Google, Facebook, Yahoo)
2020: Die globale IPv6-Einführung erreicht 30%
2025: Globale Einführung bei 43-48%, führende Länder (Frankreich, Deutschland, Indien) bei 74-80%
Prognose: Vollständige Einführung wird bis 2045 erwartet
💡 Interessanter Fakt: Obwohl IPv6 vor über 25 Jahren entwickelt wurde, verläuft seine Masseneinführung langsam, da Netzwerk-Hardware und Software aktualisiert werden müssen. Viele Organisationen nutzen weiterhin IPv4 mit NAT anstelle eines Wechsels zu IPv6.
🚨 Die IPv4-Adressknappheit im Jahr 2025
Im Jahr 2025 verschärft sich die Situation der IPv4-Adressknappheit weiter. Alle fünf regionalen Internet-Registrierungsstellen (RIRs) haben ihre Adresspools erschöpft und halten nur minimale Reserven für den Übergang zu IPv6 vor.
Status der regionalen Registrierungsstellen im Jahr 2025
ARIN (Nordamerika)
Status: Erschöpft seit September 2015. Nur eine Warteliste für kleine Blöcke verfügbar. Der Sekundärmarkt ist extrem aktiv.
RIPE NCC (Europa, Naher Osten)
Status: Erschöpft seit November 2019. Neue Mitglieder erhalten nur noch einen Block von /24 (256 Adressen). Aktiver Markt für Adressübertragungen.
APNIC (Asien-Pazifik-Raum)
Status: Erschöpft seit April 2011 (erste Region). Arbeitet unter strenger Zuteilung. Größter Markt für Adressübertragungen.
LACNIC (Lateinamerika)
Status: Erschöpft seit Juni 2014. Zuteilung nur kleiner Blöcke für kritische Bedürfnisse.
AFRINIC (Afrika)
Status: Erschöpft seit 2020. Die letzte Region, die ihre Adressen aufgebraucht hat. Minimale Reserven für neue Mitglieder.
Auswirkungen der Knappheit auf Unternehmen
Probleme, mit denen Unternehmen konfrontiert sind:
- Hohe Adresskosten: $35-60 pro IPv4-Adresse beim Kauf, $0.44-0.47/Monat bei Miete
- Begrenzte Verfügbarkeit: Unmöglichkeit, große Blöcke ohne erhebliche Kosten zu erhalten
- Abhängigkeit von NAT: Nutzung von Network Address Translation, was die Architektur verkompliziert und die Leistung reduziert
- Skalierungsprobleme: Einschränkungen bei der Erweiterung von Diensten aufgrund von IP-Mangel
- Sicherheitsrisiken: Gemeinsame IP-Adressen (Shared IP) schaffen zusätzliche Risiken
- Reputationsprobleme: Der Kauf "gebrauchter" Adressen kann bedeuten, dass eine schlechte Reputation übernommen wird
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💰 Preise für IPv4-Adressen im Jahr 2025
Der Sekundärmarkt für IPv4-Adressen ist zu einem wichtigen Bestandteil der Internetwirtschaft geworden. Im Jahr 2025 schwanken die Preise weiterhin, aber der allgemeine Trend zeigt eine Stabilisierung nach dem vorherigen Anstieg.
Aktuelle Kaufpreise für IPv4-Adressen
| Blockgröße | Anzahl der Adressen | Preis pro IP (2025) | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| /24 Block | 256 | $33-38 | $8.448 - $9.728 |
| /23 Block | 512 | $30-36 | $15.360 - $18.432 |
| /22 Block | 1.024 | $28-34 | $28.672 - $34.816 |
| /16 Block | 65.536 | $24-28 | $1.5M - $1.8M |
| Durchschnittspreis | - | $35-52 | - |
📊 Trend: Interessanterweise zeigen die IPv4-Preise im Jahr 2024-2025 einen deflationären Druck. Große Blöcke (/16) sind von etwa $50 im Jahr 2024 auf etwa $24 Mitte 2025 gefallen, während kleinere Blöcke (/24) bei etwa $33 bleiben.
Mietkosten für IPv4
Für Unternehmen, die kein langfristiges Eigentum an IP-Adressen benötigen, kann die Miete die wirtschaftlichere Lösung sein.
Mietpreise im Jahr 2025:
- Kosten pro Adresse: $0.44 - $0.47 pro Monat
- /24 Block (256 IP): $150-350 pro Monat (abhängig von Region, Nachfrage und Vertragslaufzeit)
- /23 Block (512 IP): $280-650 pro Monat
- /22 Block (1024 IP): $500-1.200 pro Monat
💡 Wann Miete vs. Kauf vorteilhaft ist:
Miete ist vorteilhaft, wenn:
- Sie Adressen nur für kurze Zeit benötigen (weniger als 5-7 Jahre)
- Sie über begrenztes Anfangskapital verfügen
- Der IP-Bedarf sich ändern könnte
- Sie den Weiterverkauf in der Zukunft vermeiden möchten
Kauf ist vorteilhaft, wenn:
- Sie Adressen langfristig benötigen (mehr als 7 Jahre)
- Sie Kapital für Investitionen haben
- Sie IPs als wiederverkaufbaren Vermögenswert betrachten
- Sie volle Kontrolle über die Adressen wünschen
⚠️ Wichtig: Beim Kauf von IPv4-Adressen auf dem Sekundärmarkt sollten Sie unbedingt die Reputation der Adressen überprüfen. Sie könnten für Spam oder schädliche Aktivitäten verwendet worden sein, was zu Sperrungen führen kann. Nutzen Sie vor dem Kauf IP-Reputationsprüfdienste.
⚙️ Technische Unterschiede zwischen IPv4 und IPv6
Paketstruktur und Header
Einer der Hauptunterschiede zwischen IPv6 und IPv4 ist die vereinfachte Header-Struktur von IPv6, die eine effizientere Paketverarbeitung ermöglicht.
IPv4 Header
- Größe: 20-60 Bytes (variabel)
- Felder: 12 Hauptfelder
- Checksum: Vorhanden (Integritätsprüfung)
- Fragmentierung: Auf Routern möglich
- Optionen: Im Hauptheader enthalten
- Verarbeitung: Komplexer, langsamer
IPv6 Header
- Größe: 40 Bytes (fixiert)
- Felder: 8 Hauptfelder
- Checksum: Nicht vorhanden (vereinfacht die Verarbeitung)
- Fragmentierung: Nur beim Absender
- Optionen: In separaten Erweiterungsheadern
- Verarbeitung: Einfacher, schneller
🚀 Leistung: Der vereinfachte IPv6-Header ermöglicht es Routern, Pakete schneller zu verarbeiten. Das Fehlen der Checksum im IPv6-Header entlastet die Router, da höhere Protokolle (TCP, UDP) eigene Integritätsprüfungen haben.
Vergleich der Schlüsselmerkmale
| Merkmal | IPv4 | IPv6 |
|---|---|---|
| Adresslänge | 32 Bit | 128 Bit |
| Anzahl der Adressen | 4,3 Mrd. | 340 Undezillionen |
| Schreibweise | Dezimal (192.168.1.1) | Hexadezimal (2001:db8::1) |
| Konfiguration | DHCP oder manuell | SLAAC, DHCPv6 oder manuell |
| IPSec | Optional | Obligatorisch (integriert) |
| NAT | Weit verbreitet | Nicht erforderlich |
| Broadcast | Unterstützt | Durch Multicast ersetzt |
| Fragmentierung | Absender und Router | Nur Absender |
| QoS | ToS-Feld | Traffic Class, Flow Label |
| Sicherheit | Über Anwendungen | IPSec integriert |
🔢 Adressformate und Beispiele
IPv4-Adressen
Schreibweise:
192.168.1.1
10.0.0.1
172.16.254.1
Vier Oktette (Zahlen von 0 bis 255), getrennt durch Punkte. Jedes Oktett repräsentiert 8 Bit.
IPv4-Adressklassen:
- Klasse A: 1.0.0.0 - 126.255.255.255 (für sehr große Netzwerke)
- Klasse B: 128.0.0.0 - 191.255.255.255 (für mittlere Netzwerke)
- Klasse C: 192.0.0.0 - 223.255.255.255 (für kleine Netzwerke)
- Private Netzwerke: 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12, 192.168.0.0/16
IPv6-Adressen
Schreibweise:
2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334
2001:0db8:85a3::8a2e:0370:7334 (verkürzte Form)
2001:db8::1 (kurze Form)
Acht Gruppen von 4 Hexadezimalziffern, getrennt durch Doppelpunkte. Nullgruppen können durch :: ersetzt werden (nur einmal).
Regeln zur Kürzung von IPv6:
- Führende Nullen in Gruppen können weggelassen werden: 0db8 → db8
- Eine Folge von Nullgruppen kann durch :: ersetzt werden (nur einmal)
- Beispiel: 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001 → 2001:db8::1
- Loopback: ::1 (entspricht 127.0.0.1 in IPv4)
Typen von IPv6-Adressen:
- Unicast: Ein Empfänger (Global, Link-Local, Unique Local)
- Multicast: Eine Gruppe von Empfängern (ff00::/8)
- Anycast: Der nächstgelegene von einer Gruppe von Empfängern
- Global Unicast: 2000::/3 (öffentliche Adressen)
- Link-Local: fe80::/10 (lokales Segment)
✨ Vorteile von IPv6 gegenüber IPv4
Wichtigste Verbesserungen von IPv6:
🌍 1. Riesiger Adressraum
340 Undezillionen Adressen bedeuten, dass jeder Mensch auf der Erde Billionen eindeutiger IP-Adressen haben könnte. Dies löst das Knappheitsproblem dauerhaft und macht NAT überflüssig.
🔒 2. Integrierte Sicherheit (IPSec)
IPSec ist ein obligatorischer Bestandteil von IPv6 und bietet Verschlüsselung und Authentifizierung auf Netzwerkebene. Bei IPv4 ist IPSec optional und wird selten genutzt.
⚡ 3. Vereinfachte Paketverarbeitung
Der feste Header von 40 Bytes ohne Checksum beschleunigt die Paketverarbeitung durch Router. Optionale Erweiterungen werden in separate Header ausgelagert, was die Geschwindigkeit der Basis-Routing-Verarbeitung nicht beeinträchtigt.
🔧 4. Automatische Konfiguration (SLAAC)
Stateless Address Autoconfiguration ermöglicht es Geräten, sich automatisch eine IPv6-Adresse ohne DHCP-Server zuzuweisen. Das Gerät generiert seine Adresse basierend auf der MAC-Adresse und dem Netzwerkpräfix.
📡 5. Verbesserte Multicast- und Anycast-Unterstützung
IPv6 ersetzt Broadcast durch effizienteres Multicast, was das Netzwerkrauschen reduziert. Anycast-Adressen ermöglichen die Zustellung von Paketen an den nächstgelegenen Knoten einer Gruppe, ideal für Lastverteilung.
🎯 6. Verbesserte QoS (Quality of Service)
Das Flow Label im IPv6-Header ermöglicht es Routern, Datenströme effizienter zu identifizieren und zu verarbeiten, was für Echtzeit-Video und VoIP entscheidend ist.
🚫 7. Keine Notwendigkeit für NAT
Dank des riesigen Adressraums kann jedes Gerät eine öffentliche IP-Adresse haben. Dies vereinfacht Peer-to-Peer-Verbindungen, Online-Spiele und beseitigt die Komplexität von NAT-Traversal.
🔄 8. Effizientere Routenführung
Die hierarchische Adressstruktur von IPv6 und die Routenaggregation reduzieren die Größe der Routing-Tabellen in globalen Routern, was die Effizienz des Internets insgesamt steigert.
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Jetzt starten →Fortsetzung folgt... Im nächsten Teil vergleichen wir detailliert IPv4- und IPv6-Proxys, untersuchen Kompatibilität, Preise, Leistung, Geolokalisierung, Sperrungen und erstellen eine umfassende Vergleichstabelle für Ihre Entscheidungsfindung.
In Teil Zwei: Detaillierter Vergleich von IPv4- und IPv6-Proxys. Wir behandeln die Kompatibilität mit Websites (28% der Top-1000 unterstützen IPv6), Preisunterschiede (IPv6 um 70-80% günstiger), Leistung, Geolokalisierung, Sperrungen und erstellen eine umfassende Vergleichstabelle für Ihre Entscheidung.
📑 Inhaltsverzeichnis Teil 2
🔌 IPv4- und IPv6-Proxys: Funktionsweise
IPv4-Proxys und IPv6-Proxys funktionieren nach demselben Grundprinzip: Sie fungieren als Vermittler zwischen Ihrem Gerät und dem Zielserver. Der Hauptunterschied liegt in der Art der IP-Adressen, die sie für ausgehende Verbindungen verwenden.
Wie ein IPv4-Proxy funktioniert
Ablaufschema:
- Ihr Gerät sendet eine Anfrage an den Proxy-Server
- Der Proxy empfängt die Anfrage und überschreibt die ausgehende IP mit seiner IPv4-Adresse
- Die Anfrage wird vom IPv4-Proxy-Server an die Zielwebsite gesendet
- Die Website antwortet an die IPv4-Adresse des Proxys
- Der Proxy leitet die Antwort an Ihr Gerät weiter
✅ Vorteile von IPv4-Proxys:
- Universelle Kompatibilität: Funktioniert mit 100% aller Websites und Dienste
- Genaue Geolokalisierung: GeoIP-Datenbanken für IPv4 sind sehr präzise
- Etablierte Reputation: Reputationssysteme funktionieren gut mit IPv4
- Breite Tool-Unterstützung: Alle Parser, Bots und Anwendungen unterstützen IPv4
- Business-Standard: Alle Unternehmensanwendungen arbeiten mit IPv4
❌ Nachteile von IPv4-Proxys:
- Hohe Kosten: Die Knappheit der Adressen macht IPv4-Proxys teuer
- Begrenzte Verfügbarkeit: Schwierig, große Pools sauberer IPs zu erhalten
- Risiko "schmutziger" IPs: Der Sekundärmarkt birgt das Risiko, schlechte Reputationen zu erben
- Hohe Sperrwahrscheinlichkeit: IPv4-Adressen werden aktiv verfolgt und gesperrt
- Überlastete Subnetze: Beliebte Bereiche können auf Blacklists stehen
Wie ein IPv6-Proxy funktioniert
Ablaufschema:
- Ihr Gerät sendet eine Anfrage an den Proxy-Server (über IPv4 oder IPv6)
- Der Proxy empfängt die Anfrage und überschreibt die ausgehende IP mit seiner IPv6-Adresse
- Die Anfrage wird vom IPv6-Proxy-Server an die Zielwebsite gesendet
- Die Website (sofern sie IPv6 unterstützt) antwortet an die IPv6-Adresse des Proxys
- Der Proxy leitet die Antwort an Ihr Gerät weiter
✅ Vorteile von IPv6-Proxys:
- Niedrige Kosten: IPv6-Adressen sind nahezu kostenlos, Proxys sind 70-80% günstiger
- Riesige Pools: Millionen eindeutiger IPv6-Adressen verfügbar
- Saubere Reputation: IPv6-Adressen sind neu, ohne Vorgeschichte von Missbrauch
- Weniger Sperrungen: Schutzsysteme sperren IPv6 seltener
- Bessere Leistung: Vereinfachte Header-Verarbeitung, kein NAT
- Skalierbarkeit: Unbegrenzte Möglichkeiten für IP-Rotation
⚠️ Einschränkungen von IPv6-Proxys:
- Begrenzte Kompatibilität: Nur ~28% der Top-1000 Websites unterstützen IPv6
- Probleme mit Geolokalisierung: GeoIP-Datenbanken für IPv6 sind weniger präzise
- Erfordert IPv6-Verbindung: Die Zielwebsite muss IPv6 unterstützen
- Weniger Anbieter: Nicht alle Proxy-Dienste bieten IPv6 an
- Kompatibilitätsprobleme mit Tools: Ältere Anwendungen unterstützen IPv6 möglicherweise nicht
🌐 Kompatibilität mit Websites im Jahr 2025
Eines der kritischsten Probleme bei der Wahl zwischen IPv4- und IPv6-Proxys ist die Kompatibilität mit den Ziel-Websites. Im Jahr 2025 hat sich die Situation deutlich verbessert, aber IPv6 ist noch weit von einer universellen Unterstützung entfernt.
Statistik zur IPv6-Unterstützung im Jahr 2025
IPv6-Unterstützung nach Website-Kategorie:
| Kategorie | IPv6-Unterstützung | Beispiele |
|---|---|---|
| Große IT-Unternehmen | 90-100% | Google, Facebook, YouTube, Netflix |
| CDN-Anbieter | 85-95% | Cloudflare, Akamai, Fastly |
| Soziale Netzwerke | 70-80% | Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn |
| Suchmaschinen | 100% | Google, Bing, Yahoo, DuckDuckGo |
| E-Commerce | 30-40% | Amazon (Ja), eBay (Nein), Alibaba (Teilweise) |
| Nachrichtenseiten | 25-35% | BBC (Ja), CNN (Nein), Reuters (Teilweise) |
| Kleinunternehmen | 5-10% | Die meisten unterstützen es nicht |
| Bankdienstleistungen | 10-20% | Die meisten großen Banken unterstützen es noch nicht |
Regionale Unterschiede bei der IPv6-Unterstützung
Führende Länder bei der IPv6-Einführung (2025):
⚠️ Praktische Bedeutung: Wenn Ihre Zielgruppe oder Ziel-Websites in Frankreich, Deutschland oder Indien ansässig sind, funktionieren IPv6-Proxys hervorragend. Für andere Regionen und insbesondere für Kleinunternehmen sind IPv4 oder Dual-Stack-Lösungen besser geeignet.
💵 Preisvergleich und Kosten
Der Kostenunterschied zwischen IPv4- und IPv6-Proxys ist einer der Hauptfaktoren bei der Wahl. Im Jahr 2025 sind IPv6-Proxys aufgrund der Nicht-Knappheit von Adressen deutlich günstiger.
Marktpreise für Proxys (2025)
| Proxy-Typ | Preis pro IP/Monat | 100 IPs/Monat | 1000 IPs/Monat | Ersparnis |
|---|---|---|---|---|
| Datacenter IPv4 | $2.00-3.50 | $200-350 | $2.000-3.500 | - |
| Datacenter IPv6 | $0.50-0.80 | $50-80 | $500-800 | 75-77% |
| Residential IPv4 | $10-15/GB | ~$1.000 | ~$10.000 | - |
| Residential IPv6 | $2-4/GB | ~$200 | ~$2.000 | 80% |
| Mobile IPv4 | $20-30/GB | ~$2.000 | ~$20.000 | - |
| Mobile IPv6 | $5-8/GB | ~$500 | ~$5.000 | 75% |
ProxyCove Preise (2025)
🎯 Unsere wettbewerbsfähigen Preise
Datacenter IPv4
- HTTP/HTTPS/SOCKS5
- Unbegrenzter Traffic
- 99.9% Uptime SLA
- IP-Wechsel auf Anfrage
Datacenter IPv6
- HTTP/HTTPS/SOCKS5
- Unbegrenzter Traffic
- 99.9% Uptime SLA
- Riesige IP-Pools
Dual-Stack
- IPv4 + IPv6 in einem
- Automatischer Fallback
- Maximale Kompatibilität
- Optimierte Routenführung
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Jetzt registrieren →💡 Berechnung der Ersparnis: Beim Wechsel von 1000 IPv4-Proxys zu IPv6 sparen Sie etwa $2.000-2.700 pro Monat ($24.000-32.400 pro Jahr). Für große Operationen ist dies ein signifikanter Unterschied bei den Betriebskosten.
⚡ Leistung und Geschwindigkeit
Theoretisch sollte IPv6 schneller sein, da die Header-Verarbeitung vereinfacht ist. In der Praxis hängt die Leistung jedoch von vielen Faktoren ab.
Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen
📊 Geschwindigkeitsvergleich (typische Werte):
| Metrik | IPv4 | IPv6 | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Header-Größe | 20-60 Bytes | 40 Bytes | Feste Größe |
| Router-Verarbeitung | ~100-200 µs | ~80-150 µs | 20-25% schneller |
| NAT-Overhead | Vorhanden | Nicht vorhanden | Keine NAT-Verzögerungen |
| Verbindungszeit | Basis | -5% bis +10% | Hängt vom Netzwerk ab |
| Durchsatz | Standard | ±5% | Ungefähr gleich |
✅ Wann IPv6 schneller ist:
- Bei direkter Verbindung ohne NAT
- Auf modernen Routern mit Hardware-Unterstützung für IPv6
- In Netzwerken mit optimierter IPv6-Routenführung
- Beim Transfer großer Datenmengen (weniger Overhead)
- In Peer-to-Peer-Anwendungen
⚠️ Wann IPv6 langsamer sein könnte:
- Bei Verwendung von Tunneling (6to4, Teredo)
- Auf älterer Hardware ohne native IPv6-Unterstützung
- Bei nicht optimierter IPv6-Routenführung
- Wenn der Anbieter IPv6 schlecht konfiguriert hat
- Bei Notwendigkeit der IPv6→IPv4-Übersetzung am Proxy
🎯 Praktisches Fazit: In der Realität ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen IPv4- und IPv6-Proxys minimal (normalerweise innerhalb von 5-10%). Die Qualität des Proxy-Servers, die geografische Entfernung und die Kanalqualität sind weitaus wichtigere Faktoren.
🗺️ Geolokalisierung und geografisches Targeting
Die Genauigkeit der Geolokalisierung ist ein wichtiger Faktor für viele Proxy-Anwendungen, insbesondere für das Parsen von lokalisierten Inhalten, das Testen regionaler Website-Versionen und das Umgehen von Geo-Blockaden.
Genauigkeit von GeoIP-Datenbanken
IPv4 Geolokalisierung
- Ländergenauigkeit: 95-99%
- Stadtgenauigkeit: 75-85%
- Datenbank: Sehr umfangreich, regelmäßig aktualisiert
- Anbieter: MaxMind, IP2Location, ipinfo.io
- Stabilität: IP-Adressen ändern selten ihren Standort
IPv6 Geolokalisierung
- Ländergenauigkeit: 80-90%
- Stadtgenauigkeit: 50-70%
- Datenbank: Weniger vollständig, aktiv in Entwicklung
- Anbieter: Dieselben, aber mit geringerer Abdeckung
- Stabilität: Neue Blöcke sind möglicherweise unbekannt
⚠️ Wichtig für IPv6: Viele GeoIP-Datenbanken haben den IPv6-Adressraum noch nicht vollständig abgedeckt. Neue IPv6-Blöcke können falsch oder gar nicht zugeordnet werden. Dies verbessert sich, hinkt aber IPv4 hinterher.
🛡️ Sperrungen und Proxy-Erkennung
Wahrscheinlichkeit von Sperrungen
Faktoren der Proxy-Erkennung:
IPv4-Proxys
- Blacklist-Datenbanken: Umfangreiche Listen bekannter Proxys
- ASN-Erkennung: Datacenter-ASNs sind leicht zu erkennen
- IP-Historie: "Schmutzige" IPs mit Missbrauchsgeschichte
- Nutzungsmuster: Viele Anfragen von einer IP
- IP-Range-Sperrungen: Ganze Subnetze auf Blacklists
IPv6-Proxys
- Weniger auf Blacklists: IPv6-Adressen sind neuer und sauberer
- Riesige Pools: Schwerer, alle Adressen zu verfolgen
- Saubere Reputation: Keine Missbrauchsgeschichte
- Weniger Schutzsysteme: Nicht alle WAFs prüfen IPv6 gründlich
- Einfachere Rotation: Millionen verfügbarer Adressen
📊 Detaillierte Vergleichstabelle IPv4 vs IPv6 Proxys
| Kriterium | IPv4 Proxy | IPv6 Proxy |
|---|---|---|
| Kompatibilität | ✅ 100% der Websites | ⚠️ ~28% der Top-1000 Websites |
| Preis (Datacenter) | $2.00-3.50/IP/Monat | $0.50-0.80/IP/Monat (75-77% günstiger) |
| Verfügbarkeit der Adressen | Knappheit, begrenzte Pools | Nahezu unbegrenzt |
| IP-Reputation | Kann "schmutzig" sein (Sekundärmarkt) | Sauber, neue Adressen |
| Sperrwahrscheinlichkeit | Hoch (umfangreiche Blacklists) | Niedrig (weniger auf Blacklists) |
| Geolokalisierung | Sehr präzise (95-99% Land) | Weniger präzise (80-90% Land) |
| Leistung | Standard, NAT-Overhead | Etwas schneller, kein NAT |
| IP-Rotation | Begrenzte Pools | Millionen von Adressen zur Rotation |
| Tool-Unterstützung | 100% der Anwendungen | Moderne Anwendungen (90%+) |
| Sicherheit | IPSec optional | IPSec integriert |
| Einrichtungsgeschwindigkeit | Sofort (vertrautes Format) | Sofort (ggf. Kompatibilität prüfen) |
| Skalierbarkeit | Begrenzt durch Knappheit | Praktisch unbegrenzt |
| Am besten geeignet für | Universelle Nutzung, maximale Kompatibilität | Massen-Scraping, Kosteneinsparung, große Pools |
| Zukunftsaussichten | Veraltet, wird teurer | Zukunft des Internets |
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Jetzt Bonus erhalten →Fortsetzung folgt... Im abschließenden Teil behandeln wir Dual-Stack-Proxys, geben detaillierte Empfehlungen für verschiedene Szenarien, Prognosen zur Zukunft von IPv6 (vollständige Einführung bis 2045) und ziehen abschließende Schlussfolgerungen.
Im Abschlussteil: Dual-Stack-Proxys als das Beste aus beiden Welten, detaillierte Empfehlungen für verschiedene Szenarien (Scraping, SEO, E-Commerce, soziale Netzwerke), Prognosen zur Zukunft von IPv6 (vollständige Einführung bis 2045), praktische Tipps und abschließende Schlussfolgerungen für die richtige Entscheidung.
📑 Inhaltsverzeichnis Abschlussteil
🔄 Dual-Stack-Proxys: Das Beste aus beiden Welten
Dual-Stack-Proxys sind Proxy-Server, die sowohl IPv4 als auch IPv6 unterstützen. Sie wählen automatisch das am besten geeignete Protokoll für jede Verbindung und gewährleisten so maximale Kompatibilität und optimale Leistung.
Funktionsweise von Dual-Stack-Proxys
🔀 Mechanismus:
Schritt 1: Der Client sendet eine Anfrage an den Dual-Stack-Proxy
Schritt 2: Der Proxy prüft den Ziel-Domainnamen mittels DNS (A- und AAAA-Einträge)
Schritt 3: Wenn die Website IPv6 unterstützt (AAAA-Eintrag vorhanden), verwendet der Proxy IPv6
Schritt 4: Wenn die Website nur IPv4 unterstützt (nur A-Eintrag), verwendet der Proxy IPv4
Schritt 5: Wenn beide Protokolle verfügbar sind, wird der Happy Eyeballs Algorithmus angewendet
💡 Happy Eyeballs (RFC 8305)
Der Happy Eyeballs Algorithmus versucht, gleichzeitig eine Verbindung über IPv6 und IPv4 herzustellen und wählt die Option, die zuerst antwortet. Dies gewährleistet maximale Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
Vorteile und Nachteile von Dual-Stack
✅ Vorteile
- Universelle Kompatibilität: Funktioniert mit allen Websites (IPv4 und IPv6)
- Automatische Auswahl: Sie müssen nicht überlegen, welches Protokoll Sie verwenden
- Optimale Leistung: Nutzt IPv6, wo möglich, IPv4, wo nötig
- Zukunftssicherheit: Bereit für die Zukunft mit IPv6
- Ausfallsicherheit: Fallback auf IPv4 bei IPv6-Problemen
- Kosteneffizienz: Günstiger als reines IPv4, aber teurer als reines IPv6
⚠️ Nachteile
- Höhere Kosten: Teurer als reines IPv6 (aber günstiger als reines IPv4)
- Komplexere Einrichtung: Erfordert Unterstützung beider Protokolle auf dem Server
- Mehr Ressourcen: Muss zwei Netzwerk-Stacks warten
- Potenzielle Routing-Probleme: Selten, aber Konflikte möglich
- Schwierigere Fehlerbehebung: Beide Protokolle müssen bei Problemen geprüft werden
Dual-Stack-Implementierungen bei Cloud-Anbietern (2025)
Große Anbieter haben Dual-Stack-Unterstützung hinzugefügt:
🔷 AWS
AWS IAM hat im März 2025 Dual-Stack-Endpunkte hinzugefügt. Auch AWS Step Functions und Amazon ElastiCache unterstützen Dual-Stack. Application Load Balancer und Network Load Balancer unterstützen IPv4/IPv6 vollständig.
🔶 Google Cloud
Google Cloud Load Balancing unterstützt Dual-Stack für Application und Proxy Network Load Balancers. Die Verbindung vom Client zum Load Balancer und vom Load Balancer zum Backend kann unabhängig konfiguriert werden.
🔷 Azure
Microsoft Azure bietet seit 2023 Dual-Stack virtuelle Netzwerke und Load Balancer. Die Dual-Stack-Unterstützung wird auf alle neuen Dienste ausgeweitet.
💎 ProxyCove Dual-Stack Lösung
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🎯 Proxy-Auswahl für verschiedene Aufgaben
Die Wahl zwischen IPv4, IPv6 und Dual-Stack hängt von Ihren spezifischen Aufgaben und Anforderungen ab. Hier sind detaillierte Empfehlungen für verschiedene Anwendungsszenarien.
Web Scraping und Datenextraktion
Auswahl basierend auf Ziel-Websites:
✅ IPv6 verwenden, wenn:
- Sie große IT-Websites scrapen (Google, Facebook, YouTube, Twitter)
- Sie CDN-Inhalte verarbeiten (Cloudflare, Akamai)
- Sie große Mengen einzigartiger IPs für die Rotation benötigen
- Das Budget begrenzt ist (Einsparungen von 70-80%)
- Ziele in Ländern mit hoher IPv6-Adoption liegen (Frankreich, Deutschland, Indien)
✅ IPv4 verwenden, wenn:
- Sie E-Commerce-Websites scrapen (die meisten unterstützen IPv6 nicht)
- Sie mit Kleinunternehmen und Nischen-Websites arbeiten
- Genaue Geolokalisierung kritisch ist
- Sie 100%ige Zugriffsgarantie auf jede Website benötigen
- Sie mit älteren Systemen arbeiten
⭐ Dual-Stack verwenden, wenn:
- Sie diverse Websites scrapen (Mix aus IPv4 und IPv6)
- Maximale Zuverlässigkeit und Kompatibilität erforderlich sind
- Das Budget eine mittlere Option zulässt
- Sie sich nicht um die Kompatibilität jeder einzelnen Website kümmern möchten
SEO-Monitoring und Positionsprüfung
🎯 Empfehlung: IPv4 (Priorität)
Gründe: Suchmaschinen (Google, Bing, Yandex) unterstützen IPv6 vollständig, aber für die genaue Überwachung lokaler Positionen ist die Geolokalisierung entscheidend. IPv4 GeoIP-Datenbanken sind deutlich präziser (95-99% vs. 80-90%), was für die Überprüfung von Positionen in bestimmten Städten und Regionen wichtig ist.
Alternative: Dual-Stack für Länder mit hoher IPv6-Adoption, wo die IPv6-Geolokalisierung ausreichend präzise ist.
Soziale Netzwerke (Multi-Accounting)
🎯 Empfehlung: IPv6 oder Dual-Stack
Gründe: Die meisten großen sozialen Netzwerke (Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn) unterstützen IPv6 hervorragend. Die riesigen Pools sauberer IPv6-Adressen sind ideal für Massen-Multi-Accounting. Weniger Sperrungen dank der sauberen Reputation neuer Adressen.
- Facebook/Instagram: IPv6 ✅ (Dual-Stack für maximale Zuverlässigkeit)
- Twitter/X: IPv6 ✅
- LinkedIn: IPv6 ✅
- TikTok: IPv4 empfohlen (IPv6-Unterstützung begrenzt)
- Pinterest: IPv4 empfohlen
E-Commerce und Preisüberwachung
🎯 Empfehlung: IPv4 oder Dual-Stack
Gründe: Die meisten E-Commerce-Websites unterstützen IPv6 noch nicht (nur ~30-40% der großen). Preisbildung auf regionaler Ebene erfordert eine genaue Geolokalisierung, die bei IPv4 besser ist.
- Amazon: Teilweise IPv6-Unterstützung → IPv4 oder Dual-Stack verwenden
- eBay: Keine IPv6-Unterstützung → IPv4 zwingend erforderlich
- Alibaba: Teilweise Unterstützung → IPv4 oder Dual-Stack
- Shopify-Shops: Hängt von den Einstellungen ab → Dual-Stack ist sicherer
Sneaker-Bots und Limited Drops
🎯 Empfehlung: Dual-Stack (Priorität) oder IPv6
Gründe: Es werden riesige Pools sauberer IPs für Massenanfragen benötigt. IPv6 bietet Millionen von Adressen und wird seltener gesperrt, dank der sauberen Reputation neuer Adressen.
Tipp: Viele Sneaker-Websites (Nike, Adidas, Supreme) unterstützen IPv6 über CDNs (Cloudflare, Akamai). Überprüfen Sie die spezifische Website vor dem Release.
Ad Verification und Markenschutz
🎯 Empfehlung: IPv4 (kritisch)
Gründe: Für die Überprüfung von Werbung ist eine möglichst genaue Geolokalisierung (bis auf Stadtebene) erforderlich. IPv4 GeoIP-Datenbanken sind deutlich genauer. Residential IPv4-Proxys sind ideal, um echte Benutzer zu simulieren.
🔮 Die Zukunft von IPv6: Prognosen bis 2045
Im Jahr 2025 befinden wir uns mitten in einer langen Übergangsphase vom IPv4 zum IPv6-Internet. Experten prognostizieren, dass die vollständige Einführung von IPv6 noch etwa 20 Jahre dauern wird – bis etwa 2045.
Prognose der IPv6-Adoption nach Jahren
📈 Erwartete Adoptionsdynamik:
2025 (aktuell): 43-48% global
Führend: Frankreich (80%), Deutschland (75%), Indien (74%), USA (52%). Die meisten großen IT-Unternehmen unterstützen IPv6 vollständig.
2027-2028: Prognose 55-60%
Wendepunkt: Die Mehrheit der Nutzer wird IPv6 nutzen. Große E-Commerce-Plattformen beginnen mit der massiven Einführung von IPv6.
2030: Prognose 65-70%
IPv6 wird zum dominanten Protokoll. Neue Dienste werden IPv6-only mit NAT64-Fallback für IPv4-Kunden gestartet.
2035: Prognose 80-85%
IPv4 wird hauptsächlich für Legacy-Systeme verwendet. Neue Dienste werden IPv6-only mit NAT64 für IPv4-Kunden gestartet.
2040-2045: Prognose 90-95%
Fast vollständige IPv6-Einführung. IPv4 bleibt nur für die Unterstützung alter Systeme. Die Preise für IPv4 könnten aufgrund des Sammlerwerts wieder steigen.
Faktoren, die die Umstellung beschleunigen
✅ Beschleunigende Faktoren
- Knappheit und hohe Kosten von IPv4
- IoT-Geräte (Milliarden neuer Geräte)
- 5G-Netzwerke (benötigen riesige Mengen an IPs)
- Unterstützung durch alle modernen Betriebssysteme
- Staatliche Vorgaben in einigen Ländern
❌ Verlangsamende Faktoren
- Der Erfolg von NAT als temporäre Lösung
- Kosten für die Modernisierung von Legacy-Systemen
- Mangelndes IPv6-Wissen bei Administratoren
- Trägheit kleiner und mittlerer Unternehmen
- Fehlende Dringlichkeit ("IPv4 funktioniert ja")
💡 Praktisches Fazit: IPv6 ist die unvermeidliche Zukunft, aber die Umstellung wird Jahrzehnte dauern. In den nächsten 5-10 Jahren werden Dual-Stack-Lösungen für die meisten Unternehmen optimal sein. IPv4 bleibt noch mindestens bis 2030-2035 kritisch.
🚀 Umstellung von IPv4 auf IPv6: Schritt-für-Schritt-Plan
Migrationsstrategie für Unternehmen
Phase 1: Bewertung und Planung (1-2 Monate)
- Inventur: Erstellen Sie eine Liste aller Ziel-Websites und deren IPv6-Unterstützung
- Tests: Überprüfen Sie Ihre Tools und Skripte auf IPv6-Kompatibilität
- Traffic-Analyse: Schätzen Sie ab, welcher Prozentsatz Ihres Traffics über IPv6 laufen könnte
- ROI-Berechnung: Berechnen Sie die Einsparungen durch den Wechsel zu IPv6 oder Dual-Stack
Phase 2: Pilotprojekt (1-2 Monate)
- Kleinmaßstab: Starten Sie 10-20% des Traffics über IPv6 oder Dual-Stack
- Monitoring: Verfolgen Sie Fehler, Leistung, Sperrungen
- Vergleich: Vergleichen Sie die Ergebnisse mit IPv4 (Erfolgsquote der Anfragen, Geschwindigkeit)
- Optimierung: Beheben Sie gefundene Probleme
Phase 3: Schrittweise Skalierung (3-6 Monate)
- Schrittweiser Übergang: 20% → 50% → 80% → 100% (für geeignete Websites)
- A/B-Tests: Vergleichen Sie die Ergebnisse in jeder Phase
- Dokumentation: Notieren Sie Best Practices und aufgetretene Probleme
- Team-Schulung: Schulen Sie Mitarbeiter im Umgang mit IPv6
Phase 4: Optimierung und Wartung (laufend)
- Regelmäßige Audits: Überprüfen Sie neue Ziel-Websites auf IPv6-Unterstützung
- Listenpflege: Pflegen Sie eine Whitelist/Blacklist von IPv6-Websites
- Änderungs-Monitoring: Verfolgen Sie Änderungen in der IPv6-Unterstützung
- Kontinuierliche Verbesserung: Optimieren Sie die Strategie ständig
💡 Praktische Empfehlungen von ProxyCove
Unsere Empfehlungen zur Proxy-Auswahl
🥇 Goldene Regel der Proxy-Wahl 2025
Wenn das Budget es zulässt: Beginnen Sie mit Dual-Stack-Proxys (/Monat). Dies bietet Ihnen universelle Kompatibilität, Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit ohne Kopfschmerzen wegen Kompatibilitätsproblemen.
💰 Für Sparfüchse
Nutzen Sie IPv6 (от $1.5/ГБ/Monat) für alle kompatiblen Websites + einen kleinen Pool an IPv4 für den Rest. Einsparungen von bis zu 70%.
🎯 Für Perfektionisten
Nutzen Sie IPv4 ($2.50/IP/Monat) für kritische Aufgaben, bei denen 100% Kompatibilität und genaue Geolokalisierung erforderlich sind.
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Checkliste für die Entscheidungsfindung
Beantworten Sie diese Fragen:
Ergebnis: Wenn Sie 1-2 Punkte angekreuzt haben – IPv4 ist wahrscheinlich geeignet. Wenn 3-4 – sollten Sie Dual-Stack in Betracht ziehen. Wenn 5-6 – könnte IPv6 eine ausgezeichnete Option sein.
❓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich IPv6-Proxys für Websites verwenden, die kein IPv6 unterstützen?
Nein. IPv6-Proxys können nur Websites kontaktieren, die IPv6-Adressen haben (AAAA DNS-Einträge). Für Websites, die nur IPv4 unterstützen, benötigen Sie IPv4- oder Dual-Stack-Proxys.
Kann ein IPv6-Proxy schneller sein als ein IPv4-Proxy?
Theoretisch ja, praktisch ist der Unterschied minimal. IPv6 hat vereinfachte Header und benötigt kein NAT, was einen Vorteil von 5-10% bringen kann. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt jedoch stärker von der Qualität der Server und der Netzwerkinfrastruktur ab.
Warum sind IPv6-Proxys so günstig?
Wegen der Nicht-Knappheit der Adressen. Es gibt praktisch unbegrenzt viele IPv6-Adressen (340 Undezillionen), daher sind ihre Kosten nahe Null. Die Hauptkosten sind die Serverinfrastruktur, der Traffic und der Support.
Wird IPv4 vollständig durch IPv6 ersetzt?
Ja, aber nicht sehr bald – voraussichtlich bis 2045. IPv4 wird in den nächsten 20 Jahren schrittweise durch IPv6 verdrängt. Einige Legacy-Systeme werden noch länger IPv4 nutzen.
Benötige ich eine IPv6-Verbindung auf meinem Computer, um IPv6-Proxys zu nutzen?
Nein. Sie können sich über IPv4 mit dem Proxy-Server verbinden, und der Proxy selbst verwendet IPv6 für ausgehende Verbindungen. Dual-Stack-Proxys unterstützen beide Verbindungstypen.
Welche Tools unterstützen IPv6-Proxys?
Die meisten modernen Tools. Python (requests, aiohttp), Node.js (axios, node-fetch), curl, wget, Selenium, Puppeteer, Playwright – alle unterstützen IPv6. Probleme können bei älteren oder spezialisierten Tools auftreten.
Kann ich IPv4- und IPv6-Proxys in einem Projekt mischen?
Ja, das ist gängige Praxis. Nutzen Sie IPv6 für kompatible Websites (Kosteneinsparung) und IPv4 für andere. Oder verwenden Sie Dual-Stack und denken Sie nicht über die Kompatibilität nach.
🎓 Zusammenfassung und Fazit
Die wichtigsten Erkenntnisse des Artikels
1. IPv4 vs. IPv6 im Jahr 2025:
- IPv4: Universell (100% der Websites), teuer ($2.50/IP), Adressknappheit
- IPv6: Begrenzte Kompatibilität (28% der Top-1000), günstig (от $1.5/ГБ), unbegrenzte Adressen
- Dual-Stack: Das Beste aus beiden Welten ($3.00/IP), maximale Kompatibilität
2. Die Wahl hängt von der Aufgabe ab:
- Große Website-Scraping: IPv6 oder Dual-Stack
- E-Commerce, SEO: IPv4 oder Dual-Stack (Geolokalisierung wichtig)
- Soziale Netzwerke: IPv6 (hervorragende Unterstützung, günstig)
- Universelle Nutzung: Dual-Stack (damit machen Sie nichts falsch)
3. Die Zukunft gehört IPv6:
- Vollständige Einführung wird bis 2045 erwartet
- Im Jahr 2027-2028 wird IPv6 zur Mehrheit (>50%)
- Investitionen in IPv6-Infrastruktur zahlen sich aus
- Dual-Stack ist die optimale Übergangsstrategie
4. Praktische Empfehlungen:
- Beginnen Sie mit dem Testen beider Proxy-Typen
- Überprüfen Sie die Kompatibilität Ihrer Ziel-Websites
- Nutzen Sie IPv6, wo immer möglich, um Kosten zu sparen
- Wählen Sie Dual-Stack für sorgenfreie Nutzung
- Scheuen Sie sich nicht zu experimentieren
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ProxyCove bietet alle drei Proxy-Typen: IPv4, IPv6 und Dual-Stack.
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Jetzt starten →Noch Fragen? Kontaktieren Sie unseren 24/7-Support
E-Mail: support.com | Live-Chat auf der Website
📚 Vielen Dank fürs Lesen! Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen geholfen, die Unterschiede zwischen IPv4- und IPv6-Proxys zu verstehen und die richtige Wahl für Ihr Projekt zu treffen. Viel Erfolg bei der Arbeit mit Proxys! 🚀