Zurück zum Blog

DNS-Leck bei der Nutzung von Proxys: 5 bewährte Methoden zum Schutz vor Datenlecks

DNS-Leck ist eine kritische Schwachstelle, die Ihre echte IP-Adresse und Ihren Standort selbst bei der Verwendung eines Proxys offenbart. Wir erläutern 5 zuverlässige Schutzmethoden für Arbitrageure und SMM-Spezialisten.

📅6. Januar 2026
```html

DNS-Leck (DNS-Leck) ist eine der gefährlichsten Schwachstellen bei der Arbeit mit Proxys, die Ihre echte IP-Adresse und Ihren Standort selbst bei aktiver Verbindung über einen Proxy-Server offenbart. Für Arbitrageure, SMM-Spezialisten und alle, die mit Multi-Accounting arbeiten, ist dies ein kritisches Problem: Plattformen wie Facebook Ads, Instagram und TikTok können alle Ihre Konten miteinander verknüpfen und gleichzeitig sperren.

In diesem Leitfaden werden wir untersuchen, was ein DNS-Leck ist, warum es selbst bei richtig konfigurierten Proxys auftritt, wie man sein System auf Lecks überprüft und – das Wichtigste – wie man sich vollständig vor dieser Schwachstelle in Anti-Detect-Browsern, dem Betriebssystem und bei der Arbeit mit verschiedenen Proxy-Typen schützt.

Was ist ein DNS-Leck und warum ist es gefährlich für Multi-Accounting

Ein DNS-Leck (Leck von DNS-Anfragen) ist eine Situation, in der Ihr Browser oder Ihre Anwendung DNS-Anfragen direkt über den Anbieter sendet, ohne den Proxy-Server zu nutzen. Infolgedessen sieht die Zielwebsite oder Plattform den DNS-Server Ihres echten Anbieters, was Ihren tatsächlichen Standort offenbart und verschiedene Konten miteinander verknüpfen kann.

Stellen Sie sich vor: Sie haben einen Proxy mit einer IP aus den USA eingerichtet, um mit Facebook Ads zu arbeiten, aber Ihr Browser verwendet weiterhin die DNS-Server Ihres russischen Anbieters (z. B. Rostelecom oder MTS). Facebook sieht die amerikanische IP des Proxys, registriert aber gleichzeitig die DNS-Anfragen vom russischen Anbieter. Diese Diskrepanz ist ein rotes Signal für Anti-Fraud-Systeme.

Echter Fall: Ein Arbitrageur startete 15 Werbekonten bei Facebook über verschiedene Residential-Proxys in den USA. Alle Konten wurden innerhalb von 48 Stunden gesperrt. Der Grund – DNS-Leck: Das System stellte fest, dass alle Konten DNS-Anfragen über denselben DNS-Server eines ukrainischen Anbieters machten, was die Verbindung zwischen den "unabhängigen" Konten offenbarte.

Die Haupt Risiken eines DNS-Lecks für Unternehmen:

  • Chain-Ban von Konten: Plattformen verknüpfen Konten über den DNS-Server und sperren alle sofort
  • Offenlegung des echten Standorts: Selbst bei Verwendung von Proxys aus einem anderen Land
  • Verringerung des Trust-Scores: Diskrepanzen zwischen IP und DNS verringern das Vertrauen der Anti-Fraud-Systeme
  • Scheitern von Werbekampagnen: Facebook Ads, TikTok Ads und Google Ads sperren Konten wegen verdächtiger Aktivitäten
  • Verlust von Kundenkonten: Für SMM-Agenturen bedeutet dies den Verlust von Ruf und Kunden

Besonders kritisch ist das Problem des DNS-Lecks bei der Arbeit mit Plattformen, die über ausgeklügelte Anti-Fraud-Systeme verfügen: Facebook (Meta), Google, TikTok, Instagram, LinkedIn. Diese Plattformen analysieren Dutzende von Verbindungsparametern, und der DNS-Server ist einer der wichtigsten Marker zur Bestimmung des tatsächlichen Standorts des Benutzers.

Wie ein DNS-Leck bei der Arbeit über Proxys auftritt

Um zu verstehen, wie man sich vor DNS-Lecks schützt, muss man den Mechanismus seines Auftretens verstehen. Das Problem ist, dass der Proxy-Server standardmäßig nur HTTP/HTTPS-Traffic oder SOCKS-Verbindungen umleitet, während DNS-Anfragen einen separaten Weg nehmen können.

Wie eine normale Verbindung über einen Proxy funktioniert:

  1. Sie geben die Adresse der Website facebook.com in den Browser ein
  2. Der Browser muss die IP-Adresse von facebook.com über eine DNS-Anfrage herausfinden
  3. Bei richtiger Konfiguration: Die DNS-Anfrage geht über den Proxy-Server
  4. Der Proxy erhält die IP-Adresse und stellt eine Verbindung zu facebook.com her
  5. Facebook sieht die IP des Proxy-Servers und den DNS-Server, den der Proxy verwendet

Wie ein DNS-Leck auftritt:

  1. Sie geben die Adresse der Website facebook.com in den Browser ein
  2. Der Browser macht eine DNS-Anfrage, aber NICHT über den Proxy, sondern direkt über den systemeigenen DNS
  3. Die Anfrage geht an den DNS-Server Ihres Anbieters (z. B. 212.1.224.6 – DNS von Rostelecom)
  4. Der Anbieter gibt die IP-Adresse von facebook.com zurück
  5. Danach geht die Verbindung über den Proxy mit der amerikanischen IP
  6. Facebook sieht die amerikanische IP des Proxys, registriert aber die DNS-Anfrage vom russischen Anbieter

Hauptursachen für das Auftreten von DNS-Lecks:

Ursache Beschreibung Wo es auftritt
System-DNS-Einstellungen Windows/Mac verwendet den DNS-Anbieter aus den Netzwerkeinstellungen Übliche Browser, Chrome, Firefox ohne Konfiguration
Falscher Proxy-Typ HTTP/HTTPS-Proxys leiten keine DNS-Anfragen um HTTP-Proxys in beliebigen Anwendungen
IPv6-Leck Das System verwendet IPv6-DNS um den Proxy IPv4 zu umgehen Windows 10/11, moderne Macs
WebRTC Die WebRTC-Technologie macht direkte Anfragen, ohne den Proxy zu nutzen Chrome, Firefox, Edge – in Video-Chats
Smart Multi-Homed Name Resolution Windows sendet DNS-Anfragen über alle verfügbaren Netzwerk-Interfaces Windows 8/10/11 standardmäßig
Transparenter DNS-Proxy des Anbieters Der Anbieter fängt alle DNS-Anfragen auf Port 53 ab Einige Anbieter in Russland, der Ukraine, Kasachstan

Es ist wichtig zu verstehen: Selbst wenn Sie qualitativ hochwertige Residential-Proxys mit echten IP-Adressen von Heimnutzern verwenden, kann ein DNS-Leck deren Effektivität vollständig zunichte machen. Die Plattform wird die Diskrepanz zwischen der IP des Proxys (z. B. USA) und dem DNS-Server (Russland) erkennen, was Verdacht erregen wird.

Wie man das System auf DNS-Lecks überprüft: 3 zuverlässige Dienste

Bevor Sie den Schutz einrichten, sollten Sie den aktuellen Zustand des Systems überprüfen. Selbst wenn Sie sicher sind, dass der Proxy korrekt konfiguriert ist, kann ein DNS-Leck auf Betriebssystem- oder Browserebene auftreten. Hier sind drei bewährte Dienste zur Diagnose:

1. DNSLeakTest.com – der beliebteste Test

So verwenden Sie es:

  1. Verbinden Sie sich mit dem Proxy-Server (über einen Anti-Detect-Browser oder die Systemeinstellungen)
  2. Öffnen Sie die Website dnsleaktest.com
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Extended test" (erweiterter Test) – er überprüft alle DNS-Server
  4. Warten Sie auf die Ergebnisse (20-30 Sekunden)

So lesen Sie die Ergebnisse:

  • Kein Leck: Alle DNS-Server gehören zum Land des Proxys (z. B. zeigen alle die USA, wenn der Proxy amerikanisch ist)
  • Es gibt ein Leck: Unter den DNS-Servern ist Ihr echter Anbieter oder ein anderes Land
  • Kritisches Leck: Zeigt nur den DNS Ihres Anbieters an – der Proxy funktioniert überhaupt nicht für DNS

2. IPLeak.net – umfassende Überprüfung

Dieser Dienst überprüft nicht nur DNS-Lecks, sondern auch WebRTC-Lecks, IPv6-Lecks und andere Schwachstellen. Besonders nützlich zur Überprüfung von Anti-Detect-Browsern.

Was überprüft IPLeak.net:

  • IP-Adresse (sollte mit der IP des Proxys übereinstimmen)
  • DNS-Server (sollten aus demselben Land stammen wie der Proxy)
  • WebRTC (sollte Ihre echte IP nicht anzeigen)
  • IPv6-Adresse (sollte deaktiviert oder mit dem Proxy übereinstimmen)
  • Torrent-IP (für diejenigen, die Proxys für Torrents verwenden)

Wenn Sie im Abschnitt "DNS Addresses" DNS-Server aus verschiedenen Ländern oder von Ihrem Anbieter sehen – das ist ein DNS-Leck.

3. BrowserLeaks.com – für detaillierte Diagnosen

Der fortschrittlichste Dienst zur Überprüfung aller möglichen Datenlecks. Verwenden Sie den Abschnitt "DNS Leak Test", um DNS zu überprüfen.

Schritt-für-Schritt-Überprüfung:

  1. Öffnen Sie browserleaks.com/dns
  2. Der Dienst beginnt automatisch mit der Überprüfung
  3. Achten Sie auf die Spalte "Country" – alle DNS-Server sollten aus demselben Land stammen (Land des Proxys)
  4. Überprüfen Sie die Spalte "ISP" – Ihr echter Anbieter sollte nicht angezeigt werden

💡 Tipp für Arbitrageure und SMM:

Überprüfen Sie DNS-Lecks in jedem Profil des Anti-Detect-Browsers separat. Manchmal sind die Einstellungen in einem Profil von Dolphin Anty korrekt, während in einem anderen ein Leck auftritt. Erstellen Sie eine Checkliste: neues Profil → Proxy-Einstellungen → Überprüfung auf dnsleaktest.com → erst danach das Konto starten.

Methode 1: Schutz vor DNS-Lecks in Anti-Detect-Browsern

Anti-Detect-Browser sind das Hauptwerkzeug für Arbitrageure und SMM-Spezialisten. Die meisten modernen Anti-Detect-Browser verfügen über einen integrierten Schutz gegen DNS-Lecks, der jedoch richtig konfiguriert werden muss. Lassen Sie uns die Einstellungen für beliebte Browser durchgehen.

Dolphin Anty – DNS-Einstellungen

Dolphin Anty ist einer der beliebtesten Anti-Detect-Browser unter Arbitrageuren. Standardmäßig schützt er NICHT vor DNS-Lecks bei Verwendung von HTTP-Proxys.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schutz:

  1. Öffnen Sie das Browserprofil oder erstellen Sie ein neues
  2. Gehen Sie zum Abschnitt "Proxy" (Proxy-Einstellungen)
  3. Wichtig: Wählen Sie den Proxy-Typ SOCKS5 anstelle von HTTP – SOCKS5 leitet DNS-Anfragen über den Proxy um
  4. Wenn Sie nur HTTP-Proxys haben – aktivieren Sie die Option "DNS über Proxy" (falls verfügbar)
  5. Im Abschnitt "Advanced" (erweiterte Einstellungen) suchen Sie nach "WebRTC"
  6. Setzen Sie WebRTC auf "Disabled" oder "Alter" – dies verhindert Lecks über WebRTC
  7. Speichern Sie das Profil
  8. Starten Sie den Browser und überprüfen Sie auf dnsleaktest.com

Zusätzlicher Schutz in Dolphin Anty:

  • Aktivieren Sie in den Profileinstellungen "Do Not Track"
  • Deaktivieren Sie IPv6 in den Netzwerkeinstellungen (Abschnitt Netzwerk)
  • Verwenden Sie den Modus "Real" für die Geolokalisierung – er zieht die Geolokalisierung von der IP des Proxys ab

AdsPower – automatischer Schutz vor Lecks

AdsPower hat ein fortschrittlicheres System zum Schutz vor DNS-Lecks, das automatisch bei Verwendung von SOCKS5-Proxys funktioniert.

Einstellungen in AdsPower:

  1. Erstellen Sie ein neues Profil oder öffnen Sie ein bestehendes
  2. Wählen Sie im Abschnitt "Proxy-Einstellungen" den Typ "Socks5"
  3. Geben Sie die Proxy-Daten ein (IP, Port, Benutzername, Passwort)
  4. AdsPower konfiguriert automatisch DNS über den Proxy für SOCKS5
  5. Überprüfen Sie im Abschnitt "Advanced settings", dass WebRTC auf "Disabled" eingestellt ist
  6. Aktivieren Sie die Option "Auto timezone" – die Zeitzone wird anhand der IP des Proxys bestimmt
  7. Speichern Sie und starten Sie das Profil
  8. Überprüfen Sie auf ipleak.net – es sollte nur die IP und DNS des Landes des Proxys anzeigen

Multilogin – professioneller Schutz

Multilogin ist der teuerste und fortschrittlichste Anti-Detect-Browser mit dem höchsten Schutzlevel gegen alle Arten von Lecks.

Besonderheiten des Schutzes in Multilogin:

  • Automatischer Schutz vor DNS-Lecks für alle Proxy-Typen (HTTP, HTTPS, SOCKS5)
  • Integrierte Blockierung von WebRTC-Lecks
  • Schutz vor IPv6-Lecks – automatische Deaktivierung von IPv6 im Profil
  • DNS über HTTPS (DoH) – Verschlüsselung von DNS-Anfragen

In Multilogin reicht es aus, den Proxy in den Profileinstellungen anzugeben – der Browser konfiguriert automatisch alle Parameter, um Lecks zu verhindern. Empfohlen für professionelle Arbitrage-Teams mit großen Budgets.

GoLogin – budgetfreundliche Alternative

GoLogin ist ein erschwinglicher Anti-Detect-Browser mit grundlegenden Schutzmaßnahmen gegen DNS-Lecks.

Einstellungen in GoLogin:

  1. Wählen Sie in den Profileinstellungen "Proxy-Typ: Socks5"
  2. Geben Sie die Proxy-Daten ein
  3. Wählen Sie im Abschnitt "WebRTC" "Blockieren"
  4. Aktivieren Sie "Auto language" und "Auto timezone" basierend auf der IP des Proxys
  5. Überprüfen Sie das Profil auf browserleaks.com/dns

Wichtig: Wenn Sie mobile Proxys für die Arbeit mit Instagram oder TikTok verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie das SOCKS5-Protokoll im Anti-Detect-Browser verwenden. HTTP-Proxys SCHÜTZEN NICHT vor DNS-Lecks, was für diese Plattformen kritisch ist – sie überwachen aktiv Diskrepanzen zwischen IP und DNS.

Methode 2: DNS-Einstellungen auf Betriebssystemebene

Selbst bei korrekter Konfiguration des Anti-Detect-Browsers kann das Betriebssystem DNS-Anfragen direkt über den Anbieter senden. Dies ist besonders relevant für Windows 10/11, wo die Funktion Smart Multi-Homed Name Resolution aktiv ist – das System sendet DNS-Anfragen gleichzeitig über alle verfügbaren Netzwerk-Interfaces.

Einstellungen für Windows 10/11

Schritt 1: Deaktivierung der Smart Multi-Homed Name Resolution

  1. Drücken Sie Win + R, geben Sie regedit ein und drücken Sie Enter
  2. Gehen Sie zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Dnscache\Parameters
  3. Rechtsklick → Neu → DWORD (32-Bit) erstellen
  4. Parametername: DisableSmartNameResolution
  5. Wert: 1
  6. Starten Sie den Computer neu

Schritt 2: Ändern der DNS-Server auf Netzwerkebene

  1. Öffnen Sie die "Systemsteuerung" → "Netzwerk und Internet" → "Netzwerk- und Freigabecenter"
  2. Klicken Sie auf Ihre aktive Verbindung (Wi-Fi oder Ethernet)
  3. Klicken Sie auf "Eigenschaften" → wählen Sie "Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4)" → "Eigenschaften"
  4. Wählen Sie "Folgende DNS-Serveradressen verwenden"
  5. Geben Sie öffentliche DNS ein (z. B. Cloudflare):
    • Bevorzugter DNS: 1.1.1.1
    • Alternativer DNS: 1.0.0.1
  6. Klicken Sie auf "OK" und schließen Sie alle Fenster

Schritt 3: Deaktivierung von IPv6 (kritisch zur Vermeidung von Lecks)

  1. In demselben Fenster "Eigenschaften der Verbindung" deaktivieren Sie "Internetprotokoll Version 6 (TCP/IPv6)"
  2. Klicken Sie auf "OK"
  3. Starten Sie den Netzwerkadapter oder den Computer neu

Einstellungen für macOS

Ändern der DNS in macOS:

  1. Öffnen Sie "Systemeinstellungen" → "Netzwerk"
  2. Wählen Sie die aktive Verbindung (Wi-Fi oder Ethernet)
  3. Klicken Sie auf "Erweitert" → Registerkarte "DNS"
  4. Klicken Sie auf "+" und fügen Sie die DNS-Server hinzu:
    • 1.1.1.1
    • 1.0.0.1
  5. Entfernen Sie alle anderen DNS-Server aus der Liste
  6. Klicken Sie auf "OK" → "Anwenden"

Deaktivierung von IPv6 in macOS:

  1. Öffnen Sie "Terminal" (Programme → Dienstprogramme → Terminal)
  2. Geben Sie den Befehl ein: networksetup -setv6off Wi-Fi (für Wi-Fi)
  3. Oder: networksetup -setv6off Ethernet (für Ethernet)
  4. Starten Sie den Computer neu

Methode 3: Verwendung von benutzerdefinierten DNS-Servern

Die Verwendung öffentlicher DNS-Server anstelle des DNS-Anbieters ist eine einfache Möglichkeit, sich teilweise vor DNS-Lecks zu schützen. Obwohl dies keine vollständige Lösung ist (Plattformen werden dennoch die Diskrepanz zwischen der IP des Proxys und dem DNS sehen), ist es besser als die Verwendung des DNS-Anbieters.

Die besten öffentlichen DNS-Server für die Arbeit mit Proxys

DNS-Dienst Primärer DNS Sekundärer DNS Besonderheiten
Cloudflare 1.1.1.1 1.0.0.1 Der schnellste, protokolliert keine Anfragen, unterstützt DoH
Google Public DNS 8.8.8.8 8.8.4.4 Stabil, globale Abdeckung, protokolliert Daten
Quad9 9.9.9.9 149.112.112.112 Blockiert schadhafte Websites, Datenschutz
OpenDNS 208.67.222.222 208.67.220.220 Inhaltsfilterung, Schutz vor Phishing
AdGuard DNS 94.140.14.14 94.140.15.15 Blockierung von Werbung und Trackern auf DNS-Ebene

Empfehlung: Verwenden Sie Cloudflare DNS (1.1.1.1) für die Arbeit mit Proxys – es ist der schnellste, protokolliert keine Anfragen und hat Server auf der ganzen Welt, was Verzögerungen minimiert.

DNS über HTTPS (DoH) – Verschlüsselung von DNS-Anfragen

DNS über HTTPS ist eine Technologie zur Verschlüsselung von DNS-Anfragen, die das Abfangen durch den Anbieter verhindert. Dies ist eine zusätzliche Schutzebene, die insbesondere in Ländern mit strenger Internetzensur relevant ist.

DoH-Einstellungen in Firefox:

  1. Öffnen Sie Firefox → Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit
  2. Scrollen Sie zum Abschnitt "DNS über HTTPS"
  3. Aktivieren Sie "Maximaler Schutz"
  4. Wählen Sie den Anbieter: Cloudflare (empfohlen)
  5. Speichern Sie die Einstellungen

DoH-Einstellungen in Chrome/Edge:

  1. Öffnen Sie chrome://settings/security (oder edge://settings/privacy)
  2. Finden Sie den Abschnitt "Sicherheit" → "Sicheren DNS verwenden"
  3. Aktivieren Sie die Option
  4. Wählen Sie "Cloudflare (1.1.1.1)" aus der Liste
  5. Starten Sie den Browser neu

⚠️ Wichtig für Anti-Detect-Browser:

DoH in normalen Browsern (Chrome, Firefox) ist gut für die persönliche Nutzung. Aber in Anti-Detect-Browsern (Dolphin, AdsPower) ist es besser, sich auf den integrierten Schutz und SOCKS5-Proxys zu verlassen. DoH kann mit den Proxy-Einstellungen in Konflikt geraten und zusätzliche Fingerprint-Marker erzeugen, die von Plattformen verfolgt werden können.

Methode 4: Kombination aus VPN und Proxy für doppelten Schutz

Für maximalen Schutz vor DNS-Lecks verwenden einige Spezialisten eine Kombination aus VPN + Proxy. Dies schafft zwei Schutzebenen: VPN verschlüsselt den gesamten Traffic und DNS auf Betriebssystemebene, während der Proxy im Anti-Detect-Browser für bestimmte Konten verwendet wird.

Funktionsschema VPN + Proxy

  1. VPN auf Systemebene: Der gesamte Traffic des Computers geht über den VPN-Server (z. B. in Deutschland)
  2. VPN leitet alle DNS-Anfragen über seine Server um – Schutz vor DNS-Lecks auf Systemebene
  3. Proxy im Anti-Detect-Browser: In jedem Profil von Dolphin Anty ist ein separater Proxy konfiguriert (z. B. USA, Frankreich, Polen)
  4. Ergebnis: Facebook sieht die IP des Proxys (USA), die DNS-Anfragen gehen über VPN (Deutschland), die echte IP bleibt verborgen

Vorteile der Methode:

  • Vollständiger Schutz vor DNS-Lecks – selbst wenn der Proxy falsch konfiguriert ist, wird VPN die DNS-Anfragen abfangen
  • Schutz aller Anwendungen auf dem Computer, nicht nur des Browsers
  • Zusätzliche Verschlüsselungsebene für den Traffic
  • Schutz vor WebRTC-Lecks und IPv6-Lecks auf VPN-Ebene

Nachteile der Methode:

  • Verringerung der Geschwindigkeit – der Traffic läuft über zwei Server (VPN + Proxy)
  • Zusätzliche Kosten – ein qualitativ hochwertiges VPN ist erforderlich (NordVPN, ExpressVPN, Surfshark)
  • Komplexität der Einrichtung für Anfänger
  • Risiko von Konflikten zwischen VPN und Proxy – die Routing-Einstellungen müssen korrekt konfiguriert werden

Einrichtung von VPN + Proxy: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Auswahl und Installation eines VPN

Wählen Sie ein VPN mit Schutz vor DNS-Lecks und Kill Switch (automatisches Trennen des Internets bei VPN-Abbruch). Empfohlene:

  • NordVPN: Automatischer Schutz vor DNS-Lecks, Kill Switch, Server in über 60 Ländern
  • ExpressVPN: Hohe Geschwindigkeit, eigene DNS-Server, Split Tunneling
  • Surfshark: Budgetfreundliche Option, unbegrenzte Anzahl von Geräten

Schritt 2: VPN einrichten

  1. Installieren Sie den VPN-Client auf dem Computer
  2. Aktivieren Sie in den VPN-Einstellungen:
    • "DNS-Leckschutz"
    • "Kill Switch" (Notabschaltung)
    • "IPv6-Leckschutz"
  3. Wählen Sie einen VPN-Server in einem Land, das geografisch nahe an Ihren Proxys liegt (z. B. Deutschland für die Arbeit mit europäischen Proxys)
  4. Verbinden Sie sich mit dem VPN
  5. Überprüfen Sie auf ipleak.net – es sollte die IP und DNS des VPN-Servers anzeigen

Schritt 3: Proxy im Anti-Detect-Browser einrichten

  1. Öffnen Sie Dolphin Anty oder AdsPower bei aktivem VPN
  2. Erstellen Sie ein Profil mit Proxy (SOCKS5 ist vorzuziehen)
  3. Geben Sie die Proxy-Daten ein
  4. Starten Sie das Profil
  5. Überprüfen Sie auf dnsleaktest.com:
    • Die IP sollte das Land des Proxys anzeigen (z. B. USA)
    • Die DNS kann den VPN-Server anzeigen (Deutschland) – das ist normal und sicher

Achtung: Verwenden Sie keine kostenlosen VPNs für die Arbeit mit Werbekonten! Kostenlose VPNs schützen oft nicht vor DNS-Lecks, verkaufen Ihre Daten und verwenden IP-Adressen, die bereits auf den schwarzen Listen von Facebook und Google stehen. Dies ist ein garantierter Weg, um Konten zu sperren.

Methode 5: Proxys mit integrierter DNS-Leckschutz

Der einfachste und zuverlässigste Weg, sich vor DNS-Lecks zu schützen, ist die Verwendung von Proxys, die integrierte Unterstützung für die Umleitung von DNS-Anfragen bieten. Nicht alle Proxy-Typen unterstützen diese Funktion, daher ist es wichtig, die Unterschiede zu kennen.

Proxy-Typen und Schutz vor DNS-Lecks

Proxy-Typ Unterstützung für DNS Schutz vor Lecks Empfehlung
HTTP/HTTPS-Proxys ❌ Leiten DNS nicht um Kein Schutz Nicht empfohlen für Multi-Accounting
SOCKS4 ❌ Unterstützt kein DNS Kein Schutz Veraltetes Protokoll, nicht verwenden
SOCKS5 ✅ Leitet DNS über den Proxy um Vollständiger Schutz Empfohlen für alle Aufgaben
Residential-Proxys (SOCKS5) ✅ Ja, wenn SOCKS5 Vollständiger Schutz Ideal für Facebook Ads, Instagram
Mobile Proxys (SOCKS5) ✅ Ja, wenn SOCKS5 Vollständiger Schutz Beste Wahl für TikTok, Instagram
Datacenter-Proxys ✅ Ja, wenn SOCKS5 Schutz vorhanden Für Parsing, SEO, nicht für soziale Netzwerke

Fazit: Wählen Sie immer SOCKS5-Proxys für die Arbeit mit Multi-Accounting. Wenn der Proxy-Anbieter nur HTTP/HTTPS anbietet – fordern Sie die SOCKS5-Version an oder wechseln Sie den Anbieter.

Vergleichstabelle der Schutzmethoden

Methode Effektivität Komplexität
DNS-Leckschutz in Anti-Detect-Browsern Hoch Mittel
DNS-Einstellungen auf Betriebssystemebene Hoch Hoch
Verwendung von benutzerdefinierten DNS-Servern Mittel Niedrig
Kombination aus VPN und Proxy Sehr hoch Hoch
Proxys mit integriertem DNS-Leckschutz Hoch Niedrig

Fazit: Umfassender Schutz vor Lecks

Um sich effektiv vor DNS-Lecks zu schützen, ist es wichtig, mehrere Schutzmaßnahmen zu kombinieren. Die Verwendung von Anti-Detect-Browsern mit korrekten Proxy-Einstellungen, die Konfiguration des Betriebssystems und die Implementierung von VPNs oder Proxys mit integriertem DNS-Leckschutz sind entscheidend. Nur so können Sie Ihre Online-Identität und Ihre Konten vor unerwünschten Zugriffen schützen.

```